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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Westerstederin Mit Frau Aus Aurich Verwechselt: Zahlungssäumige Doppelgängerin bei der Schufa

06.01.2018

Westerstede Der Fall der von der Schufa für tot erklärten Ostfriesin ist offenbar nicht die einzige grobe Datenpanne. Auch eine Westerstederin bekam wegen falscher Schufa-Daten plötzlich jede Menge Probleme.

„Eine Namensvetterin aus dem Landkreis Aurich hat übers Internet Waren bestellt und nicht bezahlt. Dadurch habe ich einen Eintrag erhalten und hätte fast einen finanziellen Nachteil bei einer Wohnungsfinanzierung gehabt“, berichtet Nicole S. Eher zufällig erfuhr sie, dass sie angeblich mit einigen hundert Euro bei einer Drogeriekette in der Kreide stand und eine eidesstattliche Versicherung abgegeben habe. „Mein Banker fragte mich mit Blick auf meine Finanzen, warum ich die vergleichsweise geringe Summe nicht bezahlt habe“, berichtet Nicole S. Denn: Sie war bei ihrem Institut als solvente und seriöse Kundin bekannt. Als sie eine Immobilie zu einem Teil finanzieren wollte, kam der negative Schufa-Eintrag dann für sie völlig unerwartet ans Licht. „Ich dachte zunächst, dass jemand meine Identität gestohlen hatte.“

Wie Sie an die kostenlose Schufa-Auskunft kommen

Die Internetseite www.schufa.de aufrufen und dann oben auf Privatkunden klicken. Nun erscheint eine Seite mit diversen Abfrage-Paketen. Dass die alle kostenpflichtig sind, erfährt man erst nach dem Anklicken.

Die kostenfreie Auskunft ist auf der Seite gut versteckt ganz unten und nennt sich „Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz“. Dort aufs Formular klicken – und es erscheint eine neue Seite. Auch hier kann man wieder bei den kostenpflichtigen Angeboten landen. Man muss in der linken Reiter-Leiste erneut § 34 anklicken.

Auf der nächsten Seite kann man nun „kostenlos bestellen“ aufrufen. Dann erscheint eine weitere Seite mit verschiedenen Angebotssprachen – und hinter denen versteckt sich das Abfrageformular. Dieses muss man ausdrucken, ausfüllen und nebst einer Ausweiskopie an die Schufa senden.

Also fing Nicole S. an zu recherchieren. Und siehe da, im Landkreis Aurich gab es eine Teil-Doppelgängerin. Vorname und Geburtsname stimmten überein. Das war es dann aber schon. „Die Anschrift war ebenso unterschiedlich wie das Geburtsdatum.“

Einwilligung und Werberichtlinie

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Sie beschwerte sich bei der Schufa. Und dort schlug man ihr vor, eine Datenabfrage zu machen. „Dass es die auch kostenlos gibt, darauf wies niemand hin. Und auf der Internet-Seite soll man dann kostenpflichtige Monatsabos für die Abfrage abschließen“, ärgert sich Nicole S. Sie wusste aber, dass die Schufa zu einer kostenfreien Auskunft verpflichtet ist. „Nur wie man an die kommt, ist schwer zu ermitteln“, ärgert sich die Westerstederin.

Schließlich schaffte sie es dann doch, Ihre Daten anzufordern. „Und dann ging es ganz schnell. Innerhalb von einer Woche hatte die Schufa den Fehler korrigiert“, sagt Nicole S. Was sie allerdings ärgert, war der unpersönliche Musterbrief. „Man hätte sich durchaus mal richtig entschuldigen können.“

Mit dem Schreiben in der Hand ging sie zu ihrer Bank. Der Immobilienfinanzierung stand nichts mehr im Wege.

Ihr Fazit lautet: Jeder sollte sich seine Schufa-Daten schicken lassen, auch wenn man in besten finanziellen Verhältnissen lebt.

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede
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