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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Kleiner Kreisel und Tempo 30?

07.11.2019

Westerstede Die Verkehrssituation in der Wilhelm-Geiler-Straße wird schon länger kritisiert. Doch was kann man dort ändern? Ein Planungsbüro zeigte im Verkehrsausschuss Simulationen für einen Umbau des südlichen Tores zur Innenstadt.

Rund 1000 Radfahrer, darunter viele Schüler, und etwa 6300 Autos sind täglich in dem Bereich unterwegs. Dazu noch jede Menge Busse und der Lieferverkehr für die Innenstadt. Da kommt es schon mal zu kleineren Staus und Wartezeiten für Fußgänger beim Überqueren der Straßen.

Doch würde der Verkehr bei einer Entschleunigung besser fließen? Die Planer haben unterschiedliche Modelle am Rechner durchgespielt. Ergebnis: rechts vor links an der Kreuzung Grüne Straße/Schillerstraße würde nichts bringen, im Gegenteil. Hier würde der Verkehr deutlich schlechter fließen.

Als Alternative empfehlen die Experten einen kleinen Kreisel mit Zebrastreifen an jeder Seite.

Vor allem aber setzen sie auf Tempo 30 und Radfahrer auf der Straße. Das würde die Sicherheit der Radler erhöhen, sie wären besser sichtbar. Allerdings ist diese Umstellung für viele Radfahrer sehr gewöhnungsbedürftig.

Beim Kreisel kommt noch hinzu, dass Radler, die zum Gymnasium wollen, entweder mit dem Rad durch den Kreisel fahren oder gegenüber von der Bäckerei Müller & Egerer anhalten, absteigen und einen noch anzulegenden Zebrastreifen zu Fuß überqueren.

Diese Idee sorgte bei den Anwesenden der Sitzung spontan für ein gewisses Gelächter. Sagt doch die Erfahrung, dass die Radfahrer an der Stelle eben einfach quer über die Straße fahren werden. Kreisel hin, Zebrastreifen her.

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Weniger ist mehr

Weitere Eingriffe halten die Experten in der Schillerstraße für notwendig. Dort sollten auf einer Seite Parkplätze abgeschafft werden. Und am südlichen Zipfel der Wilhelm-Geiler-Straße schlagen sie eine Querung für Radfahrer auf der Fahrbahn vor sowie Verlängerung des Fußwegs bis zur Prikker-Kreuzung. Hier ist allerdings das Straßenbauamt in Oldenburg zuständig, da die Ammerlandallee eine Landesstraße ist.

Elke Hellwig (SPD) hätte „große Bauchschmerzen“, wenn Radler schräg über die Wilhelm-Geiler-Straße fahren sollen. „Das geht vor allem bei Dunkelheit nicht gut“, meinte sie.

Baudezernent Ingo Leffers kündigt an, unabhängig von den Planspielen demnächst die Beleuchtung zu verbessern. „Da sind wir dran. Es wird deutlich heller werden.“

Stefan Töpfel (Grüne) fand die Ideen „mutig“. Für ihn ist das Rad der ÖPNV der Zukunft. Deshalb müsse man sich auch darauf einlassen, dass Radler auf der Fahrbahn unterwegs seien.

Von einem „Kulturwandel“ sprach Hermann Rust (UWG.) In der Vergangenheit habe man stets auf Radwege gesetzt. Nun sollten Radler auf die Straße. Das sei für viele Menschen unverständlich. Gerade Ältere fühlten sich unsicher, wenn sie plötzlich auf der Straße radeln müssten.

Heino Hots (CDU) rechnet künftig mit eher mehr Radlern. Weshalb Tempo 30 durchaus ein Thema sei.

Beschlossen wurde im Ausschuss noch nichts. In den Fraktionen soll die Diskussion fortgesetzt werden. Unabhängig davon wird auf jeden Fall die Beleuchtung verbessert.

Aber angesichts von Westerstedes leeren Kassen spricht einiges dafür, dass die Politik lieber ein paar preiswerte 30er Schilder aufstellen lässt, als eine teure Kreisellösung anzuschieben.

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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