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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Die Wunderlinie hält im Ammerland – vorerst

23.02.2019

Westerstede Der Name „Wunderlinie“ lässt hoffen. Und auch die Präsentation zur geplanten Bahnverbindung zwischen Bremen und Groningen im Wirtschaftsausschuss des Landkreises Ammerland klang vielversprechend – zumindest vorerst. Denn was Projektleiter Tjeerd Postma auf die wohl wichtigste Frage der Ammerländer erwiderte, ob der geplante Schnellzug auch an den Bahnhöfen Augustfehn, Ocholt und Bad Zwischenahn halte, hörte sich zufriedenstellend an – zumindest vorerst.

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Ob der Landkreis Ammerland das Projekt mit einer Absichtserklärung unterstützen soll, war Thema beim Treffen des Wirtschaftsausschusses. Mit der Erklärung würde sich der Kreis unter anderem dazu verpflichten, das Projekt Wunderlinie voranzutreiben, indem die Anschlussmobilität, die Vernetzung der Bahn mit öffentlichen Verkehrsmitteln, an den Ammerland-Bahnhöfen verbessert wird.

Halten Züge im Kreis?

Um das ehrgeizige Projekt vorzustellen und die Fragen der Ausschussmitglieder zu beantworten, war Projektleiter Postma in den Ausschuss nach Westerstede gekommen und hatte auch eine Antwort auf die wohl dringendste Frage der Ammerländer mitgebracht. Denn die fürchten, dass die Züge der Wunderlinie in Zukunft nicht an den drei Bahnhöfen stoppen.

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„An der generellen Zugverbindung ändert sich erst einmal nichts. Die Haltepunkte im Ammerland werden bis zum Jahr 2030 angefahren“, erklärte der Projektleiter aus den Niederlanden – und gab damit eine Garantie für die kommenden elf Jahre. Wie sich die Verbindung ab 2030 entwickle, hänge allerdings auch von den Fahrgastzahlen sowie den Zu- und Ausstiegen an den jeweiligen Bahnhöfen ab.

Projektziel ist Reduzierung der Fahrtdauer

Wie man es schaffen wolle, den Wunderlinie-Schnellzug zwischen Bremen und Groningen fahren zu lassen, ohne dabei auf zeitraubende Haltepunkte zu verzichten, erläuterte Postma während seiner Präsentation – denn das Ziel des Projektes ist eine Reduzierung der Gesamtreisedauer zwischen Bremen und Groningen auf etwas mehr als zwei Stunden (Stand heute: mehr als drei Stunden).

Größter Zeitkiller sei momentan die defekte Friesenbrücke in Weener. Mit Beendigung des Neubaus (geplant für das Jahr 2024) werde sich die Reisedauer bereits erheblich verkürzen.

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Darüber hinaus solle zwischen Groningen und Leer ein schnellerer Zug eingesetzt werden, so Postma weiter. Eine dritte sprichwörtliche Schraube, an der man noch drehen könne, sei die Umstiegszeit in Leer, die verkürzt werden solle, um weiter Zeit zu sparen.

„Der Umstieg in Leer ist nötig, weil die Strecke in den Niederlanden nicht elektrifiziert ist“, erläuterte Postma. Es sei geplant, auch diesen Teil der Strecke zu elektrifizieren, so dass irgendwann auch durchgängige Züge eingesetzt werden könnten.

Technische Neuerungen

Welche technischen Neuerungen an der Strecke noch geplant seien, fragte Peter Meiwald (Grüne) den Projektleiter. Geplant seien unter anderem die Verbesserung des Schienenuntergrundes, um schnellere Fahrten der Züge zu ermöglichen, berichtete Postma. Auch die Digitalisierung der Streckentechnik wolle man in Angriff nehmen, um beispielsweise die Schließzeiten der Bahnschranken zu reduzieren.

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Postmas Ausführungen überzeugten die Mitglieder des Ausschusses. Sie sprachen sich einstimmig für eine Absichtserklärung aus. Ob Landrat Jörg Bensberg ermächtigt wird, diese Erklärung über die Verbesserung der Anschlussmobilität zu unterzeichnen, ist jedoch noch nicht entschieden. Mit dem Thema werden sich auch noch der Kreisausschuss (am 20. März) und der Kreistag (28. März) beschäftigen.


Alle NWZ-Artikel zum Thema Wunderlinie im Internet unter   www.nwzonline.de/wunderline 
Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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