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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Pläne werden jetzt ausgelegt

20.02.2019

Wiefelstede /Borbeck Die Mehrheit des Wiefelsteder Bau- und Umweltausschusses sprach sich am Montagabend für die öffentliche Auslegung der Pläne für das beabsichtigte Baugebiet im Anschluss an die Siedlung „Holtwiese“ in Borbeck und damit für die Fortführung des Bauleitplanverfahrens aus. Lediglich die vier Mitglieder der SPD-Ratsfraktion stimmten dagegen. Sollte der stets nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss am 18. März ebenso entscheiden wie der Fachausschuss, dann haben auch die Anwohner der „Holtwiese“, die sich mittlerweile grundsätzlich gegen die Planung stellen, nochmals Gelegenheit, ihre Kritik ins Verfahren einzubringen. Etliche Anwohner waren in der Sitzung anwesend.

Eine Vertreterin des Planungsbüros Diekmann, Mosebach & Partner aus Rastede stellte den aktuellen Planungsstand vor und ging auf Einwendungen im Rahmen des Verfahrens ein. Danach soll im rund einen Hektar großen Plangebiet die Möglichkeit geschaffen werden, etwa acht Einzel- und Doppelhäuser sowie zwei Mehrfamilienhäuser mit nun maximal je vier Wohneinheiten zu errichten. Angebunden werden soll das künftige Wohngebiet über die Straße „Holtwiese“, eine Anbindung der neuen Siedlung über die L 824 – wie von den Anwohnern der „Holtwiese“ gefordert – sei nicht möglich, wurde im Ausschuss nochmals verdeutlicht.

Straße wird teils breiter

Ein Teil der Straße „Holtwiese“ könne verbreitert werden, die von den Anwohnern befürchtete „unzumutbare Zunahme des Verkehrs“ auf der Straße ist nach Angaben des Planungsbüros als „zumutbar“ einzustufen. Befürchtungen der Anwohner, die geplanten Mehrfamilienhäuser würden sich nicht ins Landschaftsbild einfügen, stellte das Planungsbüro Festsetzungen im Bebauungsplanentwurf zu First- und Traufhöhe, die maximal zweigeschossige Bauweise und die erfolgte Reduzierung auf nun noch vier Wohneinheiten in jedem der zwei geplanten Mehrfamilienhäuser entgegen.

Städtebaulicher Vertrag

Bezüglich der Lärm-Emissionen des gegenüberliegenden Baumschulbetriebes Bruns durch Beregnungsanlagen sei ein schalltechnisches Gutachten erstellt worden, erklärte das Planungsbüro. Die Gemeinde habe mit dem Unternehmen einen städtebaulichen Vertrag geschlossen. Darin werde geregelt, dass der Betrieb der Bewässerungsanlagen zur Nachtzeit ausschließlich auf dem nördlichen Baumschulgelände stattzufinden habe – zwischen 23 und 7 Uhr. Bürgermeister Jörg Pieper erinnerte zudem daran, dass der Straßenlärm der L 824 deutlich höher sei als der Beregnungslärm.

Ratsherr Günter Teusner (Grüne) wollte die Diskussion noch einmal auf die jüngst von den Anwohnern der „Holtwiese“ an die Ratsherren versandten und nun „grundsätzlichen Bedenken“ gegen die Planung lenken (die NWZ berichtete). Der Bürgermeister erklärte dazu, rein rechtlich seien bereits alle Punkte aufgearbeitet.

Jörg Weden zeigte sich „nicht glücklich“ mit der Planung, bei der die Gemeinde „in die Fläche“ gehe und keine Innenentwicklung im Ort betreibe, für die entsprechende Flächen vorhanden wären. Zudem bezeichnete er den auch planerischen Aufwand für eine nur kleine Fläche (rund ein Hektar) als „sehr hoch“. Und wie der Baumschulbetrieb etwa in einem Supersommer wie dem vergangenen mit den Festsetzungen im städtebaulichen Vertrag bezüglich der Beregnungszeiten klar kommen solle, sei ihm schleierhaft.

Abstimmung namentlich

Auf Antrag seines Parteikollegen Dirk Schröder, der darauf hinwies, dass den Ausschussmitgliedern der städtebauliche Vertrag zwischen Gemeinde und Baumschule gar nicht vorliege, stimmte der Ausschuss namentlich über die Beschlussvorschläge der Verwaltung ab – und sprach sich mehrheitlich mit Ausnahme der SPD-Ratsherren für die öffentliche Auslegung der aktualisierten Planung aus.

Sollte der Gemeinderat der Planung abschließend zustimmen, dann wird es bekanntlich zunächst archäologische Ausgrabungen im Bereich des Plangebietes geben. Sie sind vor jeglichen Baumaßnahmen zwingend vorgeschrieben, die Kosten dafür trägt die Gemeinde. Sie könnten nach bisherigen Erklärungen der Gemeinde maximal 174 000 Euro betragen.

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