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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Jetzt noch öfter nach Oldenburg

27.06.2019

Wiefelstede Stephan Baute, zuständig für Planung beim Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN), hat jetzt das Pilotprojekt „Kombinierter Stadtbus-Regionalbus-Verkehr“ in der jüngsten Sitzung des Straßen- und Verkehrsausschusses der Gemeinde vorgestellt. Bereits am vergangenen Donnerstag hatte der Kreistag in Westerstede grünes Licht für die Pläne des ZVBN gegeben (NWZ berichtete).

Taktung und Busse

Wiefelstede habe im Gegensatz zur Nachbargemeinde Rastede keinen Bahnhof, da wolle man ein besseres Nahverkehrsangebot schaffen, führte Baute aus. „Dass wir das Ammerland so stark an Oldenburg anbinden, ist schon mehr als eine Schippe drauf“, so Baute. Es sei ein sehr ambitioniertes Projekt, so der Verkehrsplaner. Das sieht für die Linie 330 zum Oldenburger ZOB und zurück zum Wiefelsteder Schulzentrum Fahrten im Halbstundentakt von montags bis sonntags vor. An den Wochentagen sind 36 Touren vorgesehen, samstags 34 und sonntags 29. Aktuell fahren die Busse im Stundentakt. Und zwar unter der Woche 17 Mal, samstags achtmal und sonntags siebenmal. Nach Conneforde raus geht es dann ab dem 15. Dezember im Stundentakt. Verknüpft wird die 330 in Oldenburg mit der Linie 307, die vom ZOB über Lappan, Schlossplatz bis nach Drielake fährt.  Ein Ziel sei es auch, die Oldenburger Innenstadt vom Individualverkehr zu entlasten. Die Kosten für die dichtere Taktung beim kombinierten Stadtbus-Regionalbus-Projekt belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro jährlich. Davon zahlt der Landkreis 113 000 Euro, die Kommunen Bad Zwischenahn, Edewecht Rastede und Wiefelstede 28 300. Der Rest trägt der ZVBN. Das Projekt ist erst mal auf zwei Jahre angelegt.

Die Busse stellt die Oldenburgische Verkehrsgesellschaft VWG. Die Niederflurfahrzeuge verfügen über eine Rampe, Klimaanlage, fahren CO2-neutral komplett mit Bioethanol-Gas und bieten WLAN.

Haltestellen

„Bei den Haltestellen haben wir Defizite“, gab Wiefel­stedes Bürgermeister Jörg Pieper in der Sitzung des Straßen- und Verkehrsausschusses unumwunden zu. In den vergangenen zwei Jahren habe die Gemeinde keine Förderanträge zum Umbau von Haltestellen auf Barrierefreiheit oder zum Bau von Unterständen gestellt. Das werde bis zu 70 Prozent vom Land und dem ZVBN gefördert, führte Baute aus. Der ZVBN sei an den Haltepunkten für das Aufstellen der Masten, an denen die Fahrpläne angebracht sind, zuständig. Alles Übrige sei Sache der Gemeinde. Ein neues Buswartehäuschens samt Pflasterung und Beleuchtung ist mit 12 000 Euro veranschlagt. Der Ausschuss empfahl in der Sitzung, dass eines am Alten Mühlenweg in Bokel aufgestellt werden soll. An der reinen Schulbus-Haltestelle stehen die Kinder bisher im Kreuzungsbereich direkt an der Straße und sind Wind und Wetter ausgesetzt.

In diesem Jahr nun hat die Gemeinde Wiefelstede zwei Förderanträge zum Bau von Fahrgastunterständen in Conneforde (Kündigersweg) und Spohle (Hülsebusch) gestellt, berichtete Stephan Baute. Zudem ist für den 17. Juli ein Termin mit Verwaltung und ZVBN geplant, um drei weitere angedachte Stellen für weitere Haltepunkt im Ort zu diskutieren. Die Abstände zwischen zwei Stopps betragen in einem Fall fast 900 Meter.

Nachholbedarf gebe es in Sachen Barrierefreiheit, so Baute. Gesetzlich vorgesehen ist, dass bis 2022 alle der wichtigsten 40 Bushaltestellen in der Gemeinde barrierefrei sein müssten. „Ab dann haben Verbände ein Klagerecht“, sagte Baute. Ob eine Klagewelle auf die Kommunen zurolle, werde man sehen. Die Gemeinde habe aktuell eine Ausbauquote von 36 Prozent. Im Landkreis Ammerland sind es 30 Prozent. „Wir müssen besser werden, aber wir schaffen das bis 2022 nicht mehr“, so Baute. Zum Vergleich: Bei der Im Bahn in Niedersachsen seien 70 Prozent der Bahnsteige barrierefrei, so der Verkehrsplaner.

Jens Schopp Redakteur / Regionalredaktion
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