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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Pfeilschnelle Mauersegler schätzen neue Nistkästen

26.07.2018

Wiefelstede „Das sind faszinierende Vögel“, schwärmt Jan-Dieter Siemen. Der Küster der Kirchengemeinde Wiefelstede steht mit Werner Fuths vom Nabu Wiefelstede vorm Haupteingang der St. Johannes-Kirche und zeigt nach oben. „Dort unterm Dach haben wir im Frühjahr 2016 fünf Nistkästen mit zehn Brutplätzen für den Mauersegler angebracht – und alle sind in diesem Jahr belegt“, freut sich Siemen. Damit hat sich die Zahl dieser Zugvögel rund um die Kirche mittlerweile verdreifacht, schätzt der Wiefelsteder – auf 30 bis 40 Exemplare.

Genau weiß Siemen das nicht, denn die Vögel sind pfeilschnell und nicht leicht zu zählen. Besorgt hatte die Nistkästen auf Anfrage Siemens der Nabu Wiefelstede. Finanziert wurden sie von der Bingo-Stiftung. „Es gab hier bislang keine optimalen Nistmöglichkeiten für diese Vögel“, macht Siemen deutlich, warum er diesbezüglich beim Nabu angefragt hatte.

Die eben pfeilschnellen Mauersegler, die im Sturzflug mehr als 200 Stundenkilometer erreichen können, verbringen außerhalb der Brutzeit fast das gesamte Jahr ausschließlich in der Luft, wissen Siemen und Fuths. Selbst wenn sie trinken, bleiben sie dabei im Flug über der Wasseroberfläche. Sie schrauben sich nachts in Höhen zwischen 400 und 3600 Metern. „Und sie kommen und gehen in jedem Jahr zu vorhersehbaren Zeiten – pünktlich wie die Maurer“, flachst der Küster. Stets tauchen die Mauersegler, die wie Schwalben aussehen, mit ihnen aber nicht näher verwandt sind, zwischen dem 6. und 10. Mai auf und verschwinden wieder zwischen dem 8. und 12. August. „Immer“, beteuert Siemen. Dann fliegen sie ins südliche Afrika.

Auch Pfarrgarten und Friedhofsgelände rund um die älteste Kirche des Ammerlandes sind längst ein belebtes Revier der Vögel, denn fast an jedem Baum dort hängen Nistkästen für die heimischen Singvögel. Kohl- und Blaumeisen und Kleiber residieren dort, künftig sollen auch Stare und etwa Rotkehlchen Brutmöglichkeiten bekommen, kündigen Fuths und Siemen weitere Nistkästenaktionen an.

Optimieren könnte man auch auf dem Friedhof noch die Voraussetzungen für ein breiteres Angebot an Nahrung für die Vögel: die Insekten. „Es wäre toll, wenn auf den Gräbern insektenfreundliche Blumen stünden“, sagt Siemen: „Eisbegonien, wie sie dort gern gepflanzt werden, nützen den heimischen Insekten nämlich gar nichts“, weiß der Küster. Man wolle denn auch versuchen, die Menschen künftig für das Thema zu sensibilisieren. Zwei Flächen auf dem Friedhof sind übrigens bereits insektenfreundlich bepflanzt – und da kommen derzeit auch Bienen nicht zu kurz.

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