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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Ein Heim für den Storch

29.06.2019

Wiefelstede Ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat, wird sich vielleicht nächstes Jahr zeigen oder übernächstes, im schlimmsten Fall nie. Nämlich, ob der neue Storchenhorst unweit des Regenrückhaltebeckens in Wiefelstede von einem Storchenpaar angenommen wird. „Eine Garantie haben wir nicht. Aber mehr können wir nicht machen, um einen Storch wieder in Wiefelstede anzusiedeln“, sagt Initiator Hans-Günter Siemen, der zusammen mit Helfern vom Ortsbürgerverein Wiefelstede das Nest gebaut und am vergangenen Donnerstag aufgestellt hat.

„Wir können uns bei Hans-Günter Siemen nur bedanken, dass er seine Idee auch umgesetzt hat“, sagt Helmut Völkers, Vorsitzender des Ortsbürgervereins. Und Wiefel­stedes Bürgermeister Jörg Pieper stellte fest, dass ein Storch gute Voraussetzungen an dem Standort habe. „Zu jedem Dorf gehört ein Storch. Das Haus ist gebaut“, so der Bürgermeister.

Die erste Idee, ein Storchennest zu bauen, sei ihm vor acht oder zehn Jahren bei einem Urlaub in Schleswig-Holstein gekommen. „Ein Dorf dort oben im Norden wollte mit einem Nestbau ebenfalls den Storch in den Ort locken“, berichtet der ehemalige Wiefelsteder Bauamtsleiter. Als er dann in den Ruhestand wechselte, wurde die Idee konkret. Nur: „Das konnte ich nicht alleine machen.“ Also holte er sich Hilfe beim Ortsbürgerverein. Der stimmte zu. Schließlich präsentierte er seine erste Konstruktion in der Storchenstation in Berne in der Wesermarsch. „,Sieht gut aus, taugt aber nichts’, haben sie mir dort gesagt.“ Grund: Der Boden ließ kein Wasser durch. Und das muss in einem Horst ablaufen können. Also ersetzte Siemen die Platten durch ein Rost. Schließlich besorgte er sich einen ausrangierten Masten einer Straßenlaterne. Auf dem wurde das Nest aufgesetzt. Ein Loch wurde mit einem Bagger ausgehoben und ein Fundament gegossen. „Da ist man dann schon mal 300 bis 400 Euro nur für das Fundament los“, berichtete Siemen.

Die Mitarbeiter der Station informierten Siemen auch darüber, dass die Altvögel mit ihrem Nachwuchs in einem Radius von 30 bis 40 Kilometern vom Horst aus gesehen, die Region erkunden. Die Hoffnung der Storchenfreunde ist nun, dass sich ein Tier den Standort merkt und ihn nächstes Jahr anfliegt.

Jens Schopp Redakteur / Regionalredaktion
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