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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Dorfentwicklung In Edewecht: Mehr Sicherheit für Radfahrer

11.04.2019

Wildenloh Die Dorfentwicklungsplanung für die Dorfregion Edewecht-Ost ist mit den Dorfgesprächen in die nächste Runde gestartet. Im „Haus der Vereine“ haben sich rund 40 Bürgerinnen und Bürger zusammengefunden, um Ideen für die Zukunft ihres Dorfes Wildenloh zu erarbeiten. Gemeinsam mit Rolf Torkel, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, und zwei Mitarbeiterinnen des Planungsbüros NWP fanden die Dörfler Antworten auf vier Kernfragen der Dorfentwicklung.

Warum leben Sie in Wildenloh?

„Zunächst einmal ist es die Nähe zu Oldenburg“, nennt Ortsvorsteher Hermann Lohbeck einen zentralen Gesichtspunkt, „denn die Leute leben hier und arbeiten meist in Oldenburg“. Doch es gibt weitere gute Gründe, sich in Wildenloh sesshaft zu machen. Die Nähe zum 190 Hektar großen Waldgebiet „Wildenloh“ zum Beispiel. „Es ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für Jogger und Spaziergänger, das im Schnitt pro Tag von 150 Menschen genutzt wird“, weiß Lohbeck.

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Hinzu kommen die Ruhe in dem beschaulichen Örtchen, das ländliche Umfeld, die Landschaft und die Natur. „Es ist ein überschaubares kleines Dorf, das seinen Dorfcharakter erhalten hat und in dem die Nachbarschaft gepflegt wird“, beschreibt Ortsvereins-Mitglied Lohbeck, schränkt aber ein: „Es ist nur ein bisschen schade, dass Zugezogene und Alteingesessene wenig Kontakt untereinander haben.“

Ebenfalls gute Argumente für Wildenloh sind das günstige Wohnen im Vergleich zu Oldenburg, die Grundstückspreise und vor allem das „Haus der Vereine“ samt Sportplätzen am Ortsrand, das vor 20 Jahren erbaut wurde und neben einem Waldkindergarten auch Sport- und sonstigen Vereinen eine Heimat bietet. „Da gehen alle Menschen hin“, fasst Lohbecks Ehefrau Katharina zusammen und ergänzt: „Sonst gäbe es hier kein Vereinsleben.“

Was ist das Besondere an Ihrem Dorf?

Hier wurde vor allem das Fehlen jeglicher Durchfahrtstraßen als Charakteristikum genannt. Wildenloh ist eine reine Wohn- und Schlafsiedlung, die von den beiden Straßen Wildenlohslinie und Wildenlohsdamm begrenzt wird. Ebenfalls als besonders hervorgehoben wurde das bereits eingangs genannte Waldgebiet „Wildenloh“.

Was sollte sich in Wildenloh verändern?

„Wir hätte gerne einen Platz für jung und alt, mit Trimmgeräten auch für Erwachsene, wie man das aus Kurorten kennt“, sagt Hermann Lohbeck. Darüber hinaus könnte die Taktung der Buslinie nach Oldenburg verbessert werden. Bisher fährt der Bus lediglich einmal pro Stunde.

Zuvorderst im Bereich Verkehr sieht der 68-Jährige noch Verbesserungspotenzial, denn: Erstens gibt es ein erhöhtes Gefahrenpotenzial im Kreuzungsbereich von Wildenlohslinie und Wildenlohsdamm, wo Radfahrer und Fußgänger, die den Wildenlohsdamm Richtung Oldenburg nutzen, im Kreuzungsbereich die Straßenseite wechseln müssen. „Hier kommt es ab und an schon zu kritischen Situationen – und auch Unfälle hat es dort schon gegeben“, mahnt Lohbeck. Kinder und ältere Menschen seien besonders gefährdet. Eine Ampel oder ein Stoppschild könnte hier Abhilfe schaffen.

Ein weiteres Problem ergibt sich entlang der Wildenlohslinie, wo sich, einige Hundert Meter außerhalb des Siedungsbereich, das „Haus der Vereine“ befindet. Nur: Der Rad- und Fußweg endet mit der Siedlung. Wer den Treffpunkt des Dorfes erreichen möchte, muss die schmale Straße nutzen. „Hier wäre ein Verbindungsweg abseits der Straße gut“, schlägt Hermann Lohbeck vor, „und eine weitere Geschwindigkeitsbegrenzung“.

Ebenfalls plädieren die Wildenloher dafür, den zum „Haus der Vereine“ führenden Rotdornweg, ein breiter Sandweg, in seinem derzeitigen Zustand zu belassen und nicht auszubauen. „Sonst hätten wir hier nämlich bald Durchgangsverkehr“ begründet der Wildenloher diesen Wunsch. Nicht zuletzt ist den Bürgerinnen und Bürgern die Holzfällung im Waldgebiet „Wildenloh“ ein Dorn im Auge. „Wir finden, dass hier eindeutig nicht die wirtschaftlichen Aspekte im Vordergrund stehen sollten, sondern das Areal als Naherholungsgebiet erhalten werden sollte“, sagt Lohbeck deutlich.

Und dann wäre da noch das Internet: Eine schnelle Glasfaserleitung hätten die Dörfler ebenfalls gern.

Wie sollte sich Wildenloh entwickeln?

Die Barrierefreiheit bei den Rad- und Fußwegen ist das wichtigste Anliegen der Wildenloher. „Auch unsere Pendlerparkplätze sind ausgelastet“, merkt Hermann Lohbeck an. Hinsichtlich der fortschreitenden E-Mobilität bei Fahrrädern schlägt er vor, ein auf die Zukunft ausgerichtetes Radwegenetz zu schaffen, um es Pendlern zu ermöglichen, sicher zur Arbeit etwa nach Oldenburg zu gelangen.

„Wir wollen keinen Golfplatz und auch kein Schwimmbad“, resümiert er, „sondern lediglich die Natur erhalten, das Dorfleben weiter intensivieren und für Sicherheit sorgen“.

Ehefrau Katharina sagt: „Die Menschen sind schon sehr zufrieden hier und es hat sich in den vergangenen Jahren ja auch schon eine ganze Menge entwickelt.“

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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