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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Ohne Gummistiefel geht hier nichts mehr

28.12.2017

Wildenloh Für Jogger und Spaziergänger im Wildenloh ist es ein Dauerärger: Wo man früher prima wandern oder laufen konnte, sind jetzt regelrechte Schlammpisten entstanden. Förster Stephan Nienaber kennt das Problem. Er räumt ein, dass der Wildenloh auf der Nordseite nur eingeschränkt und auf der Südseite schlecht begehbar sei.

Grund: der „normale Holzeinschlag“ habe bei der Dauerfeuchte zu der Situation geführt hat. Damit stehen die meisten Wege des am stärksten frequentierten Waldes im Ammerland nicht in der gewohnten Form zur Verfügung. „Das tut uns leid, Verbesserungen sind jedoch erst bei Frost oder trockenem Wetter zu erwarten. Waldwege leiden unter anhaltendem Schlechtwetter“, so Förster Stephan Nienaber.

Eigentlich ist die Winterzeit die Holzeinschlagzeit. In diesem Jahr ist jedoch alles anders. „Seit dem Sommer haben wir so ungewöhnlich hohe Niederschläge, dass die Waldböden und auch die Waldwege sie einfach nicht mehr aufnehmen können. Die kurzen Trockenperioden reichen nicht aus“, klagt der Förster. Der Wildenloh ist da kein Einzelfall, ähnlich sieht es auch in anderen großen Revieren in Niedersachsen aus.

Viele Wege verwandeln sich schon bei normalen Fahrten in Matschpisten. Die Landesforsten haben deshalb ihre Holzerntemaßnahmen gedrosselt, können aber nicht überall mit den Waldarbeiten auf Frost oder trockene Wochen warten. Schon jetzt steht fest, dass die Wegeinstandsetzung im nächsten Jahr mehr Geld in Anspruch nehmen wird als in normalen Jahren.

Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten: „Die Erholung im Wald ist auch für uns ein hohes Gut.“ Man sei sich bewusst, dass bei Weihnachtsspaziergängen und Neujahrswanderungen viele Waldbesucher sich über den Zustand der Wege ärgern. „In diesem Jahr bitten wir alle Waldbesucher besonders um Verständnis. Mit dem richtigen Schuhwerk steht aber einem Spaziergang nichts im Wege“, so Niedersachsens oberster Förster.

Die Landesforsten weisen aber daraufhin, dass Laubbäume außerhalb der Vegetationszeit geschlagen werden müssten. Ebenso werden Nadelbäume geerntet, denn üblicherweise sind die Bedingungen dafür im Winter bei gefrorenem Boden besonders gut.

Zum Schutz der empfindlichen Waldböden fahren die Landesforsten das eingeschlagene Nutzholz aus dem Wald, wenn die Bodenfeuchtigkeit dies zulässt. Auch die mit einer Mischung aus zerkleinertem Naturstein befestigten Waldwege lassen sich erst bei trockener Oberfläche wieder herrichten. Bei der derzeitigen Witterung kann beides bis zum Frühjahr dauern – im Extremfall sogar bis in den nächsten Sommer.

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