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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Heftiger Gegenwind für Energie-Investor

05.10.2017

Tange /Leer /Detern In der Nacht von diesem Donnerstag, 5. Oktober, auf Freitag, 6. Oktober, wird der erste über die Tanger Hauptstraße rollen: Schwerlasttransporter werden bis Ende Oktober Beton- und Turmsegmente für den neuen Windpark nach Scharrel in der Aper Nachbargemeinde Detern bringen.

„Der Investor des Windparks handelt auf einer rechtsunsicheren Grundlage“, sagt Monika Oetje-Weber, eine der Sprecherinnen der Bürgerinitiative (BI) Apen/Kammersand, der auch Einwohner aus Tange angehören. Die Genehmigung für den Windpark in Detern, die der Landkreis Leer erteilt habe, entspräche aus Sicht des Natur- und Umweltschutzes nicht den gesetzlichen Vorschriften des Naturschutzrechts. Für den Windpark Detern sei keine Umweltverträglichkeitsstudie erstellt worden. Deshalb habe der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen, zu dem auch die BI Apen/Kammersand gehört, Klage gegen den Landkreis Leer als Genehmigungsbehörde beim Verwaltungsgericht Oldenburg eingereicht.

Klage eingegangen

„Wir wissen, dass eine Klage beim Gericht eingereicht worden ist, die Begründung kennen wir noch nicht“, erklärte auf Anfrage Jens Stöter, Pressesprecher des Landkreises Leer. Bauherrin des Projekts ist die Planungs-GmbH & Co KG InnoVent aus Varel. „Wir bauen weiter“, sagt Thorsten Walther, Projektleiter für den Windpark Detern bei InnoVent. „Beim Landkreis Leer hat es ein fundiertes Verfahren und intensive Prüfungen gegeben, wir haben eine Genehmigung für den Windpark erhalten.“

Auch Gemeinde kritisiert

Kritisiert wird von Seiten der BI Apen/Kammersand die Gemeinde Apen. „Vergangene Woche rasten nahezu im Minutentakt Lastwagen mit Beton über die Tanger Hauptstraße zur Windpark-Baustelle und anschließend leer zurück. Für Fußgänger und Radfahrer ist kein Platz mehr. Es ist schon ein starkes Stück, was Bürgermeister Huber den Tangern zumutet“, kritisiert die BI Apen/Kammersand. Unfassbar sei es, dass sogar eine Brücke am Französischen Weg für die Transportfahrzeuge zum Windpark abgerissen worden sei und neugebaut werde, und dann der Verkehr doch durch die Gemeinde Apen führe. In einer Nacht- und Nebelaktion seien kürzlich Bäume an der Tanger Hauptstraße bzw. am Hüllenweg zur Baustelleneinfahrt aufgeastet worden, einige Bäume seien gefällt und noch in der Nacht sei das Astwerk weggeschreddert worden, so die BI. Wer kommt für die Schäden an der Tanger Hauptstraße auf, wenn sich herausstellt, dass der Windpark nicht rechtens ist und wer für mögliche Schäden an der Saterlandstraße zwischen Augustfehn und Nordloh, fragt die BI.

„Der Investor des Windparks entschädigt die Gemeinde für mögliche Straßenschäden und wird sich umfangreich an der Sanierung beteiligen“, sagt Apens Bürgermeister Matthias Huber, der auf Nachfrage erklärte, dass die Gemeinde eine fünfstellige Summe vom Investor erhalte. Das Ganze habe sich die Gemeinde durch Bankbürgschaften absichern lassen.

Straße begutachten

Schon bevor die ersten Sandtransporte, die größtenteils über landwirtschaftliche Flächen zur Windparkbaustelle und nur ein kleines Stück der Tanger Hauptstraße tangiert hätten, habe es von Seiten der Gemeinde Beweissicherungen gegeben, so Huber. Regelmäßig würden Fachleute den Zustand der Tanger Hauptstraße begutachten, die Saterlandstraße sei als Landesstraße auch für Schwertansporte ausgelegt.

Warum müssen überhaupt Transporte für den Windpark über Aper Gebiet führen? „Wir haben eine Entscheidung getroffen, die für uns alternativlos ist, weil wir nicht möchten, dass unsere Nachbargemeinde in ihrer Entwicklung eingeschränkt ist“, so Huber.

Dass die Tanger derzeit durch die Sandtransporte zur Deichbaustelle am Tief und durch die Transporte zum Windpark Detern sehr gebeutelt seien und es im Dorf Kritik an der Gemeinde gebe, hatte der Tanger Bezirksvorsteher Jens Meyer kürzlich während der Bürgerfragestunde in der Ratssitzung gesagt. Er hatte auch gefragt, inwieweit der Investor des Windparks für Straßenschäden aufkäme.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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