• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wird hier für A 20 gebaggert?

23.06.2017

Spohle /Lehe Es ist ein umstrittenes Projekt: Der Weiterbau der Küstenautobahn 20 sorgt bei vielen – ob Anwohner oder Naturschützer – für kontroverse Meinungen.

Entscheidungen werden zwar auf anderer Ebene gefällt – für Diskussionen auf Gemeindeebene sorgt dennoch der Plan, Sand nahe des Seeparks Lehe für die A20 abzubauen. Im Bau- und Umweltausschuss, der kürzlich im Spohler Krug tagte, stellte Dr. Mark Overesch, Geowissenschaftler vom „Büro für Geowissenschaften M&O“ das hydrologische Gutachten vor.

Ein wesentlicher Punkt im Gutachten war die Frage, welchen Einfluss ein solcher Sandabbau auf das Grundwasser hat. Die Mitarbeiter des Büros hatten auf dem für den Sandabbau vorgesehenen Gebiet an der Bekhauser Straße gegenüber dem Seepark Lehe diverse Bohrungen durchgeführt.

Es wurden Drucksondierungen gemacht, die Fließrichtung des Grundwassers und das Gefälle gemessen. Ein Grundwasserleiter liegt über einer Lehmschicht – hier gibt es laut Gutachten keine Probleme. Durch den Abbau gebe es Bodenabsenkungen innerhalb des Abbaugebiets, geringfügig ragen sie darüber hinaus, so Overesch. Abgebaut werden könnte der Sand mit einem Saugbagger – hier kamen bei den Ausschussmitgliedern Sorgen auf, dass es eine größere Grundwasserabsenkung geben könnte, da weniger Wasser wieder in den künstlichen See zurückfließt.

Aus der Fraktion der Grünen kam die Forderung, Messinstrumente, sogenannte Datalogger, für das Beweissicherungsprogramm zu ergänzen. Sonst würde es seitens der Grünen keine Zustimmung geben. Die Datalogger sollen im Falle eines Abbaus kontrollieren, dass der Grundwasserstand gesichert ist. Mark Overesch betonte, beim Abbau dürfe kein Fehler gemacht werden. Der See müsse von einer bestimmten Stelle sukzessiv erweitert werden. Die Abbauplanung müsse eingehalten werden. Günter Teusner (Grüne) betonte, dass der Sandabbau ein Eingriff sei, man könne sich dem Benehmen auch verwehren. Die Gemeinde solle hier auch für die Bürger ein Zeichen setzen.

Mit sieben zu vier Stimmen wurde schließlich das Benehmen hergestellt – die Gemeinde wird also eine Stellungnahme an den Landkreis abgeben. Der Landkreis als durchführende Kraft ist nicht auf das Einverständnis der Gemeinde angewiesen, hatte aber um eine Stellungnahme zur geplanten Zielabweichung gebeten. Die Fläche ist derzeit als Vorranggebiet für ruhige Erholung in Natur und Landschaft ausgewiesen.

Tonia Hysky
Redakteurin
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2154

Weitere Nachrichten:

Bündnis 90/Die Grünen | Spohler Krug

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.