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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Milch macht Edewecht munter

04.08.2017
Frage: Welche Bedeutung hat der Standort Edewecht für das DMK, und inwieweit investiert das DMK in den Standort?
Korte: Edewecht ist unser zweitgrößter Verarbeitungsstandort in der DMK Group. DMK ist übrigens auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. 604 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 21 Auszubildende verarbeiten dort jedes Jahr eine Menge von 1,1 Milliarden Kilogramm Milch. Zum Vergleich: Die DMK Group insgesamt verarbeitet aktuell jährlich 7,3 Milliarden Kilogramm Milch. Und weil Qualität und Sicherheit in einem Lebensmittelkonzern besonders wichtig sind, investieren wir auch laufend in moderne Anlagen. In Edewecht planen wir ein neues Kesselhaus mit moderner Dampfkesselanlage.
Frage: Was wird in der Edewechter Käserei produziert?
Korte: Schnittkäse, Molkenkonzentrate, Molkenpulver und Butter. Auch befindet sich eine Konfektionierung in Edewecht, das heißt, dort wird der Käse, wie z. B. Edamer, Gouda oder Tilsiter, zu Scheiben und Raspeln verarbeitet. So wird dort unter anderem der Schnittkäse von Milram hergestellt und konfektioniert.

Das Deutsche Milchkontor

Hinter der DMK Group stehen nach DMK-Angaben mehr als 8600 aktive Milcherzeuger und rund 7200 Mitarbeiter. Heute verarbeitet DMK 7,3 Milliarden Kilogramm Milch an deutschlandweit 16 sowie zwei niederländischen Molkereistandorten. Weitere sechs Standorte stehen für die Produktion von Babynahrung, Eiskrem und Gesundheitsprodukten zur Verfügung. Dazu kommt der Verwaltungsstandort in Bremen.

Mit Marken wie Milram, Osterland, Oldenburger, Rose, Dutch Original Cheese, Humana, Casarelli, Intact, Sanotact, Hansal und Normi ist die DMK Group in Deutschland und rund 100 weiteren Ländern der Welt vertreten.

Mit einem Umsatz von 5,1 Milliarden Euro gehöre die DMK Group europaweit zu den führenden Unternehmen der Milchwirtschaft, heißt es beim DMK.

    www.dmk.de

Frage: Sind die Arbeitsplätze in Edewecht sicher?
Korte: Edewecht liegt im Grünlandgürtel Nordeuropas. In dieser Region setzen die Landwirte auch in Zukunft auf die Milchproduktion. Damit sind moderne Molkereien erforderlich. Wichtig ist aber auch, dass alle DMK-Standorte laufend ihre Effizienz überprüfen und diese bei der aktuellen Wettbewerbssituation auch steigern. Nur so können wir für die Zukunft unsere Landwirte überzeugen, ihre Molkerei nicht zu wechseln, und damit die Arbeitsplätze sichern.
Frage: 365 Tage sind Ihre Mitarbeiter in Edewecht im Einsatz. Ist es schwierig, für das milchverarbeitende Gewerbe mit Schicht-, Sonntags- und Feiertagsdienst Auszubildende und Mitarbeiter zu finden?
Korte: Unser Molkereiunternehmen steht ständig im Wettbewerb um gutes, motiviertes Personal. Und nur wenn man ein attraktiver Arbeitgeber ist, hat man heute eine Chance, hier mitzuhalten. Da freut es uns natürlich, dass DMK auch in diesem Jahr als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet wurde. Für unsere Personalentwicklung ist es wichtig, junge Talente selber auszubilden und so das Niveau an qualifizierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf dem hohen Stand zu sichern, den wir erreicht haben. Die individuelle Entwicklung von Belegschaftsmitgliedern gehört zu den wichtigen Zielen des Unternehmens.
Frage: In welchen Berufen bilden Sie aus, und welche beruflichen Möglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?
Korte: Die Ausbildung junger Menschen liegt uns sehr am Herzen. Jedes Jahr beginnen rund 80 junge Erwachsene ihre Ausbildung bei uns in einem von zwölf interessanten Berufen der Milchwirtschaft. Anschließend übernehmen wir sie für mindestens ein Jahr. In Edewecht bilden wir zum Beispiel Milchtechnologen, Milchwirtschaftliche Laboranten sowie Industriemechaniker aus.
Frage: Das Lebensmittel Milch ist nach wie vor zu billig, der Milcherzeuger bekommt zu wenig Geld, argumentieren viele Landwirte und laufen dem DMK davon. Wie sehen Sie die Entwicklungen am Milchmarkt?
Korte: Richtig ist: Ein Teil der Milchbauern war in den vergangenen Jahren enttäuscht und hat gekündigt. Richtig ist aber auch: Dank der besseren Auszahlungsleistung von DMK in diesem Jahr und den Veränderungen im Unternehmen sind wir sehr zuversichtlich, dass ein großer Teil der Mitglieder, die gekündigt haben, die Kündigung wieder zurücknehmen möchte. Nun zum internationalen Milchmarkt: 2017 sieht es für uns Milcherzeuger wieder besser aus. Wir erwarten, dass wir den Milchpreis mindestens stabil halten oder auch noch anheben können. Das ist derzeit nahezu doppelt so viel wie in der Talsohle der Sommermonate 2016. Wir dürfen aber nicht allein auf die Märkte schauen. Deshalb hat die DMK Group unter Leitung von Ingo Müller eine grundlegende Neuausrichtung gestartet, um die zuletzt mangelhafte Leistung für uns Landwirte dauerhaft zu überwinden. Wir wollen einen wettbewerbsfähigen Milchpreis zahlen und als Eigentümer und Mitarbeiter wieder richtig stolz auf DMK sein können – und zwar in guten wie in schlechten Zeiten an den Milchmärkten.
Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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