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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wohnpark am See geplant

21.07.2007

FRIEDRICHSFEHN „Ich kann diesen Planungen, auf dem ehemaligen Holt-Gelände einen Wohnpark zu errichten, überhaupt nichts abgewinnen“, sagt Joachim Ebel, Anwohner des Roten Steinwegs in Friedrichsfehn. „Dieses Gelände sollte – so weist es der Flächennutzungsplan aus, nach der industriellen Nutzung renaturiert werden. Seit über fünf Jahren hat sich an dem dortigen See eine einzigartige Flora und Fauna entwickelt und nun soll diese grüne Lunge zerstört und bebaut werden. Warum überlässt man dieses Kleinod nicht weiterhin der Natur?“ fragt der Naturfreund und Jogger, der Inhaber einer Werbeagentur ist. Andere Vorstellungen, was man mit dem Gelände machen könnte, hat der Jeddeloher Thomas Apitzsch, Ratsherr der UWG im Edewechter Gemeinderat: Er würde es begrüßen, am Roten Steinweg einen öffentlichen Badesee herrichten zu lassen.

„Wir haben für diesen Bereich zwar die Planungshoheit, aber er gehört nicht der Gemeinde“, erläutert dazu Edewechts Bürgermeisterin Petra Lausch und verweist darauf, dass ein Investor das Gelände gekauft habe. Investor und einziger Gesellschafter der Firma „Roter Steinweg GmbH und Co.KG“, die den „Wohnpark am See“ schaffen will, ist der Rasteder Matthias Decker, CDU-Ratsherr in seiner Heimatgemeinde und zugleich CDU-Kreistagsmitglied. Nach Angaben seiner Projektleiterin Corinna Martens wolle die Firma auf einem 12,4 Hektar großen Gelände „am Steinwegsee zehn Grundstücke für exklusives Wohnen, acht Grundstücke für junge Familien und sechs Grundstücke für ein Leben mit Pferden anbieten“.

„In der Diskussion um die Nutzung dieser Naturidylls kann ich durchaus nachvollziehen, dass man über eine öffentliche Nutzung dieses Geländes mit See nachdenkt“, so Bürgermeisterin Petra Lausch. Dem habe jedoch die Mehrheit des Bauausschusses und des Verwaltungsausschusses eine Absage erteilt. Eine öffentliche Badestelle sei für die Gemeinde mit immensen Kosten verbunden wie z.B. Herrichtung der zur Zeit nicht ungefährlichen Uferböschungen, Schaffung von Parkraum und Sanitäranlagen und ähnliches. Bauamtsleiter Manfred Jacobs ergänzt, dass seiner Ansicht nach eine geordnete Wohnbebauung an dieser Stelle durchaus sinnvoll sei. Beantragt worden sei eine Bebauung nur für das Gelände westlich und nördlich des Sees.

„Das gesamte Verfahren läuft jetzt erst an“

Im Februar 2007 hat sich nach Angaben von Bürgermeisterin Lausch der Gesellschafter und Investor Matthias Decker von der Firma „Roter Steinweg GmbH & Co.KG“ an die Gemeinde Edewecht gewandt und seine Vorstellungen von einem „Wohnpark im See“ im Rathaus präsentiert. Mitte März habe die Firma bei der Gemeinde beantragt, dass der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt wird.

Grundsätzlich befürwortet habe das Vorhaben im Mai die Mehrheit des Edewechter Bauausschusses, ergänzt Edewechts Bauamtsleiter Manfred Jacobs. Die Mitglieder des (nicht öffentlich tagenden) Verwaltungsausschusses hätten in ihrer anschließenden Sitzung die Gemeindeverwaltung beauftragt, offene Fragen wie Haftungsrechtliches angesichts der Uferabbrüche am See, Tragfähigkeit des Bodens für Bebauung, Altlasen und ähnliches zu klären.

Anfang Juli habe der Verwaltungsausschuss zugestimmt, dass das Bauleitplanverfahren eingeleitet werden könne. Bürgermeisterin Lausch verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass mit der Kartierung von Flora und Fauna bereits begonnen worden sei. „Wir stehen mit dem gesamten Verfahren jedoch noch am Anfang“, betonte Lausch. Verschiedene Behörden würden eingeschaltet und um Stellungnahmen gebeten; außerdem würden natürlich auch die Bürger beteiligt. Eine erste Bürgerinformation solle im Spätsommer stattfinden.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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