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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wohnungsmarkt in Edewecht angespannt

18.01.2014

Edewecht Jörn Kranenkamp, Geschäftsführer der Firma Eiskamp Immobilien in Edewecht, weiß es aus tagtäglicher Erfahrung: „Wer in Edewecht derzeit eine Wohnung sucht, braucht viel Glück, viel Zeit und muss Abstriche machen, von dem, was er sich vorstellt. Wenn überhaupt Wohnungen in Edewecht frei werden, sind sie ruckzuck wieder vermietet. Aber nicht nur bei Wohnungen klaffen Nachfrage und Angebot weit auseinander, sondern auch bei Eigentumswohnungen, Häusern und Bauland.“

Angespannt ist sie derzeit – die Lage auf dem Edewechter Immobilienmarkt. Das wissen auch die Befragten der NWZ -Umfrage und haben auf der Skala von 1 bis 6 die Note 3,3 vergeben. Sie gehört zu den schlechteren Werten der gesamten Umfrage.

Als „sehr gut“ hatten 25 Befragte (3,8 Prozent) den Immobilienmarkt bezeichnet, als „gut“ 155 (23,3 Prozent), als „befriedigend“ 229 (34,5 Prozent), als „ausreichend“ 134 Personen (20,2 Prozent), als „mangelhaft“ 81 Menschen (12,2 Prozent) und als „ungenügend“ 40 Frauen und Männer (6 Prozent). Große Unterschiede gibt es bei den Altersklassen: Die über 55-Jährigen bewerten den Immobilienmarkt mit 3,04 wesentlich besser als die 31-bis 55-Jährigen (3,44) und die unter 30-Jährigen (3,72).Auffällig ist, dass die Edewechter das Immobilienangebot mit 3,54 wesentlich schlechter beurteilen als die Menschen in den Bauerschaften (Note 3,07).

„In Hauptorten wie Edewecht sieht der Immobilienmarkt auch ganz anders aus als im Umland“, sagt Immobilienmakler Hans-Dieter Joost, der ebenfalls bekräftigt, dass die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum derzeit wesentlich größer sei als das Angebot. Dass es viele Menschen in Hauptorte wie Edewecht ziehe und dass es damit viele Interessenten für einzelne Immobilien gebe, habe unter anderem mit der besseren Infrastruktur (Einkaufsmöglichkeiten, Banken, Ärzte etc) zu tun. Sie und die „zweite“ Miete (d.h. die Nebenkosten aus Strom, Gas und Wasser) seien wichtige Entscheidungskriterien für viele Wohnraumsuchende. Schwierig zu vermarkten seien derzeit vielfach Gewerbeimmobilien.

Die starke Nachfrage nach Wohnraum habe in den vergangenen Jahren in Edewecht dazu geführt, dass die (Miet-)Preise gestiegen seien, erläutert Fred Baxmeyer von der Firma Baxmeyer Immobilien- und Baubetreuungsgesellschaft. Das Interesse an Wohnungen sei auch deshalb gewachsen, weil immer mehr ältere Menschen ihre (großen) Häuser auf dem Land verkauften und in einen Hauptort mit gewisser Infrastruktur ziehen wollten. Vielfach würden sie auch (neue) Wohnungen erwerben, die dann dem Mietmarkt nicht zur Verfügung stünden. Außerdem sei ein Ort wie Edewecht zunehmend eine Alternative für Menschen, die beabsichtigten, in Oldenburg oder Bad Zwischenahn zu wohnen, aber aus Kostengründen davon absähen. Festzustellen sei, so Baxmeyer ferner, dass sowohl Mieter als auch Hauskäufer heutzutage individuellere Vorstellungen hätten. Ein wichtiger Punkt sei, dass man zwar ein schönes Zuhause habe, das einen aber zeitlich nicht sehr einschränke und man viel Zeit für vielfältige Freizeitbetätigungen habe.

Als „hoch bis sehr hoch“ bezeichnet auch Rolf Torkel, Kämmerer der Gemeinde Edewecht, die Nachfrage nach Bauland im Ort Edewecht und in Friedrichsfehn. Erfahrungsgemäß seien die Grundstücke in beiden Hauptorten zügig verkauft. In Friedrichsfehn plane die Gemeinde ein neues Baugebiet am Furkenschen Grenzweg, das im Frühjahr vermarktet werde.

Doch nicht nur Bauland bietet die Gemeinde an, sie ist aus „historischen Gründen“ auch im Besitz von 32 Mietwohnungen. Das seien einerseits (ehemalige) Dienstwohnungen von Lehrern und Hausmeistern, andererseits Altenwohnungen wie jene in den drei Mehrfamilienhäusern am Viehdamm, die 1959 entstanden waren, als Barrierefreiheit noch kein Thema war. Alle Gemeindewohnungen seien jedoch vermietet.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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