Rastede - Muss sich beim Wochenmarkt in Rastede etwas ändern? Die FDP-Fraktion im Rat sieht jedenfalls zumindest graue Wolken für die Zukunft des Einkaufstreffpunkts aufziehen. „Während wir vor Jahren noch Wartelisten der Marktbeschicker hatten, zeichnet sich nun Leerstand auf dem Wochenmarkt ab“, heißt es in einem entsprechenden Antrag.
Um das Angebot zu erhalten, soll sich die Verwaltung daher in Absprache mit Marktmeister und Beschickern über Attraktivitätssteigerungen Gedanken machen. „Wir könnten uns versuchsweise vorstellen, die Marktzeiten beispielsweise einmal monatlich in die Abendstunden zu verlegen, um auch den Berufstätigen die Möglichkeit zum Besuch des Rasteder Wochenmarkts zu geben“, heißt es von der FDP. Diese und andere Ideen sollten gesammelt, beraten und auf ihre Umsetzungsmöglichkeit geprüft werden.
Zufrieden Stimmen
Hört man sich auf dem Markt um, gibt es indes vor allem zufriedene Stimmen. „Ich besuche den Wochenmarkt regelmäßig, auch zum Schnacken. Hier trifft man immer viele Bekannte. Für weitere Stände ist kein Platz“, meint etwa Siegfried Perthel aus Kleibrok. Uwe Haferkamp aus Rastede ist eher skeptisch, was Veränderungen angeht. „Das könnte auch nach hinten losgehen.“ Das Angebot sei groß und viele Kunden verbänden den Besuch mit einem Einkauf im Ort.
Insgesamt sehr zufrieden mit Sortiment und Angebot ist Henning Cordsen aus Wahnbek. Er sagt aber auch, dass ihm mitunter einige Stände fehlen. „Da könnte die Gemeinde vielleicht darauf hinwirken, dass die Händler regelmäßig kommen oder ein Fehlen im Vorfeld ankündigen.“
Die Verwaltung sieht den seit 1977 existierenden Wochenmarkt, der immer freitags von 7.30 bis 13 Uhr stattfindet, aktuell noch gut aufgestellt. „Aktuell gibt es keine Leerstände, es sind alle Plätze belegt“, teilt Sprecher Karsten Tenbrink mit. Gerade in Ferienzeiten könne jedoch der ein oder andere Platz aufgrund der Urlaubszeit mal leer bleiben.
Leere Liste
Allerdings berichtet die Gemeinde in der Tat von Veränderungen. „Es ist richtig, dass die im Antrag beschriebene Warteliste für Interessenten momentan leer ist. Im Austausch mit unserem Marktmeister, Burkhard Helms, berichten manche Marktbeschicker auch, dass es nicht leicht ist, in diesem Bereich Nachwuchskräfte zu gewinnen.“ Für sinnvolle und umsetzbare Veränderungsvorschläge sei man daher offen.
Für die Idee eines monatlichen Abendmarkts sieht die Verwaltung allerdings keine großen Erfolgsaussichten. „Wie die Erfahrung zeigt, haben die Markthändler in aller Regel feste Abläufe. Einige der Anbieter, die am Freitagvormittag auf dem Rasteder Wochenmarkt stehen, fahren zum Beispiel nachmittags noch einen anderen Standort an.

