Edewecht - Am 6. Januar hat er traditionell in den meisten Haushalten ausgedient, der Weihnachtsbaum. Die Entsorgung war in der Vergangenheit recht einfach. Feuerwehr, Jugendfeuerwehr oder Vereine holten das gute Stück ab und waren über eine kleine Spende für die Kasse dankbar. Corona hat die Situation auch hier verkompliziert. Drei Sammlungen gibt es im Gemeindegebiet in diesem Jahr, allesamt am kommenden Samstag, 8. Januar.
Friedrichsfehn
„Tannenbaumsammlung einmal anders“ heißt es in Friedrichsfehn. Nachdem die Abholung der Bäume durch die Jugendfeuerwehr im vergangenen Jahr ausfallen musste, wird nun wieder gesammelt, aber eben anders. „Von Haus zu Haus gehen ist nicht möglich, vor allem weil gerade die Jugendlichen nicht alle geimpft sind“, erklärt Christian Niedrig, stellvertretender Ortsbrandmeister und Pressewart der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsfehn. Stattdessen werden sechs Sammelpunkte in Friedrichsfehn, Wildenloh und Klein Scharrel eingerichtet (Blendermannsweg, Höhe Hausnummer 16, Parkplatz Straße Am Wildenloh, Verbindungsweg/Ecke Dorfstraße, Sportplatz Klein Scharrel, Bushaltestelle Lerchenstraße/Wildenloh, Kfz-Werkstatt Uwe Hilgen, Spiekerooger Straße 5).
Zwischen 10 bis 16 Uhr werden hier Weihnachtsbäume durch die Jugendfeuerwehr, unter Einhaltung der gängigen Hygienevorschriften, angenommen und gesammelt. Die Abgabe ist kostenlos, mit einer kleinen Spende kann aber die Arbeit der Feuerwehr unterstützt werden.
Anschließend werden die Bäume zu einem zentralen Sammelplatz transportiert und dort geschreddert. „Wir gehen nicht davon aus, dass wir in diesem Jahr ein Osterfeuer werden durchführen können“, sagt Christian Niedrig. In Vor-Corona-Zeiten wurden die ausrangierten Bäume Teil des Osterfeuers.
Husbäke
Auch in Husbäke werden die Bäume, wie auch vergangenem Jahr, von der Jugendfeuerwehr gesammelt. Auf die direkte Abholung an den Haustüren wird aber auch 2022 verzichtet, um Kontakte möglichst zu vermeiden. Die Flyer für die Sammlung wurden bereits im Bezirk der Feuerwehr in Husbäke und Süddorf verteilt. Auch hier ist die Feuerwehr über eine Spende zur Unterstützung der Arbeit dankbar. „Diese sollten dann bitte an den Baum gebunden oder alternativ in den Briefkasten am Feuerwehrhaus geworfen werden“, sagt Jugendbetreuer Jan-Ole Friedrichs. Um Corona-konform sammeln zu können, wird jeder Wagen nur mit einer Familie besetzt. Die Sammlung beginnt um 9 Uhr.
Die Bäume werden anschließend gesammelt. „Wir hoffen, ein Osterfeuer durchführen zu können“, sagt Friedrichs. Falls nicht, werden die Bäume später geschreddert.
Jeddeloh II
Auch in Jeddeloh II sammelt die Feuerwehr. Auf den obligatorischen Gang von Haus zu Haus wird aber verzichtet. „Die Bäume sollten möglichst bis 9 Uhr an der Straße stehen“, sagt Ortsbrandmeister Alf Kruse. Eine Spende für die Abholung, mit der die Arbeit der Wehr unterstützt wird, ist gerne gesehen, verpflichtend ist diese aber nicht. Auch am Kanal hofft man auf ein Osterfeuer und sammelt die Bäume zunächst. „Wenn dann doch kein Feuer möglich ist, werden die Bäume später geschreddert“, so Kruse.
Scheps
In der Vergangenheit hat auch der Ortsbürgerverein Scheps ausrangierte Weihnachtsbäume gesammelt. In diesem Jahr hat man sich aber dagegen entschieden.
„In den letzten Jahren haben wir die Weihnachtsbäume für unser Osterfeuer gesammelt. Da wir aber nicht wissen, ob 2022 ein Osterfeuer stattfinden wird, sammeln wir keine Weihnachtsbäume ein“, erklärt Schriftführerin Insa Hullen.
