APEN - Die Stelle ist seit Anfang Januar neu besetzt. Inga Schröder bleibt jedoch Stellvertreterin.
von kerstin schumann
APEN - Stabübergabe hieß es jetzt im Aper Rathaus. Inga Schröder, die das Amt der Gleichstellungsbeauftragten kommissarisch bis zum Jahreswechsel übernommen hatte, führte ihre Nachfolgerin Gudrun Stakelbeck-Bruns aus Augustfehn II in die Aufgaben ein. Die 49-Jährige stammt aus Halle, lebt aber bereits seit rund 15 Jahren im Ammerland.„Ich finde es einfach spannend, mich in ein solches Gebiet einzuarbeiten. Ich möchte etwas bewegen“, schildert sie die Gründe für ihre Bewerbung auf die Stelle der ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten in der Gemeinde Apen. Hauptberuflich engagiert sich die ausgebildete psychologische Beraterin mit eigener Praxis u.a. in der ambulanten Jugendhilfe und ist Ansprechpartnerin in Erziehungsfragen.
Die Situation von Müttern kennt sie gut, hat sie doch selbst drei Töchter aufgezogen. „Familie und Beruf zu verbinden, ist sehr schwierig. Vor allem für Alleinerziehende ist es problematisch, alles unter einen Hut zu bekommen“, weiß sie. Gleichberechtigung sollte in den Köpfen beginnen, findet sie. Nur selten seien beispielsweise Männer bereit, zugunsten der Kindererziehung die Ganztags- gegen eine Halbtagsstelle zu tauschen. Auch Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen eine Perspektive zu schaffen, sei ihr ein Anliegen.
Die nächsten Wochen will Stakelbeck-Bruns sich in die Aufgaben der neuen Stelle einfinden und sich insbesondere mit den Verwaltungsabläufen vertraut machen. Hilfreich zur Seite steht ihr dabei die Fachbereichsleiterin des Bürgerbüros, Inga Schröder, die auch weiterhin ihre Stellvertreterin bleibt. Aus den Erfahrungen der zurückliegenden Monate weiß sie, dass Tagesmütter und Babysitter stark gefragt sind. Diesen Bereich wird nun auch Gudrun Stakelbeck-Bruns vorrangig betreuen. Sie kann selbst Kurse zur Weiterqualifizierung von Tagesmüttern geben und will diese in Kooperation mit der Ländlichen Erwachsenenbildung sogar vor Ort anbieten. Geplant ist außerdem die Gründung eines Tagesmüttervereins.
