APEN/AUGUSTFEHN - Hart ins Gericht geht die Schulelternschaft in der Gemeinde Apen mit dem Verhalten der Aper Ratsmitglieder hinsichtlich des Eltern- und Schülerprotestes im Zusammenhang mit den umstrittenen Umstrukturierungsplänen an der HRS Augustfehn. Die Pläne sehen u.a. vor, die fünften und sechsten Klassen aus Apen in die Stammschule zu verlegen (NWZ berichtete).
In einem offenen Brief an alle Ratsvertreter wirft die Schulelternschaft den Kommunalpolitikern vor, dass sie den Wünschen der Eltern nach einer persönlichen Stellungnahme zu den Umstrukturierungsplänen kaum nachgekommen seien. So hätten von 21 Ratsmitgliedern lediglich zwei auf die Fragen der Eltern schriftlich geantwortet. Auch in der betreffenden Schulausschusssitzung vom 14. April hätten die anwesenden Ratspolitiker kaum auf die Nachfragen nach der Sinnhaftigkeit und Finanzierbarkeit der Pläne an der HRS reagiert. „Diese Umgangsweise mit berechtigten Anfragen von Bürgern an ihre gewählten Vertreter ist in einem demokratischen Staat nicht hinnehmbar“, sagt Schulelternratsmitglied Rudi Blanke. Gerade vor dem Hintergrund knapper Kassen wäre ein Nachhaken der Politik, inwieweit die Schulpläne den strapazierten Gemeindehaushalt belasten, notwendig gewesen.
Tief enttäuscht sei man bei der Schulelternschaft auch darüber, dass sich der Rat mit den 900-Protest-Unterschriften gegen die Schulpläne während und nach der Sitzung nicht mehr auseinander gesetzt habe. „Anscheinend ist das Totschweigen unseres Protestes Prinzip. Für uns Elternvertreter ist dieser Umgang der Politiker mit berechtigten Bürgerinteressen skandalös“, sagt Blanke.
