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NWZonline.de Region Ammerland Gemeinden Apen

Blüten-Paradies für Kleine

02.07.2019

Apen „Eine Gruppe des Naturschutzbundes oder des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland sind wir nicht“, lacht Frank Zahn, Vorsitzender des Ortsbürgervereins (OBV) Apen. „In unserer Satzung haben wir verankert, dass wir uns auch um den Natur- und Umweltschutz im Dorf kümmern. Und Natur- und Umweltschutz hat ja nun in Zeiten des Arten- und Insektensterbens einen hohen Stellenwert.“

Naturräume geschaffen

Vieles haben die ehrenamtlichen Mitglieder des Ortsbürgervereins bereits für die Natur getan: So haben sie zum Beispiel nahe der Norderbäke am Ortsausgang Richtung Roggenmoor nicht nur eine Streuwiese mit Obstbäumen angelegt, sondern dort auch eine Blühwiese geschaffen, einen Rohling für ein Storchennest errichtet und eine Totholzhecke gebaut.

„Hier am Dorfrand hat sich in den vergangenen drei Jahren ein richtiges Paradies für die heimische Tier- und Insektenwelt entwickelt“, sagt Frank Zahn, der die Wege auf dem Areal gerade nachgemäht hat. „Es summt und brummt in der Blühwiese“, freut sich der Vereinschef. Schmetterlinge und Bienen, Hummeln und Marienkäfer und vieles mehr hätten hier gute Futterquellen. Und den Vögeln helfen die Insekten und im Herbst das Fallobst.

Viele Besucher kommen

Ein Kleinod ist das Areal nicht nur für die Tierwelt, sondern auch für viele kleine und große Menschen. Sie kämen gern hierher, um auf einer eigens aufgestellten Bank nahe der Norderbäke zu entspannen, die Tierwelt zu beobachten oder im Spätsommer und im Herbst – was ausdrücklich erwünscht sei – Obst zu ernten.

Betreten dürfe man das Areal selbstverständlich auch. „Entlang der Obstbaumreihen werden schmale Streifen gemäht, damit Spaziergänger, Radfahrer, die hier Station machen, und Kindergartenkinder sich hier alles auch gut anschauen können“, so der OBV-Chef.

„Unsere Kindergartenkinder lieben es, wenn wir einen Ausflug machen und es hierher zur Streuobstwiese und zur Blühwiese geht“, sagt Inge Neemann vom Aper Kindergarten „Unterm Regenbogen“, die an diesem Morgen mit ihrer Kollegin Sabine Langer und Kindern aus der Küken- und Spatzengruppe die Blühwiese besucht.

Vielfältig lernen

„Wir verfolgen mit unseren Mädchen und Jungen, wie sich die Obstbaumwiese entwickelt, wie aus Blüten Früchte werden, die dann langsam wachsen und größer und größer werden. Im Herbst kommen wir dann hierher, um Äpfel zu ernten. Die Kinder lernen so die Natur im Wandel der Zeit kennen, sie erfahren, wie wichtig solche Areale für die Tierwelt sind. So vieles gibt es hier immer wieder zu entdecken und zu lernen“, so die Erzieherin.

Mit wenig Aufwand könnten auch Eltern ihre Kinder für die Natur sensibilisieren. „Ein Spaziergang durch Feld und Flur, Zeit und eine kleine Lupe, um sich etwas genauer anzusehen, und schon habe man glückliche Kinder“, ist Inge Neemann überzeugt.

Dass die Kita-Kinder durch die Blühwiese toben, das müssen die Kita-Erzieherinnen nicht befürchten. „Man muss immer vorsichtig sein“, sagt der fünfjährige Damian. „Und man muss auch auf den Boden gucken, damit man nichts zertrampelt“, meint Tamina (6 Jahre). Zusammen mit Femke (5) und Marie (5) sind sie ganz vorsichtig ein kleines Stück in die Blühwiese hinein gegangen, während die anderen Mädchen und Jungen am Blühwiesenrand stehen und dort an Blumen riechen und Insekten suchen, um ihnen zuschauen.

Weitere Projekte

Doch nicht nur am Ortsrand von Apen engagiert sich der OBV, der zu Jahresbeginn an der Süderbäke einen weiteren Horst für Störche aufstellen ließ, der von einer Storchenfamilie genutzt wird. „Wir haben entlang der Straße An der Kaje gegenüber des ehemaligen Raiffeisenmarktes eine 200 Meter lange Buchenhecke gepflanzt und beschenken jeden Aper Neubürger mit einem Obstbaum nach Wunsch“, berichtet Zahn. Für dieses Jahr plane man noch eine Aktion für Kinder, möglicherweise werde man Nistkästen oder Insektenhotels bauen.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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