• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Gemeinden Apen

Mit dem Fehnkanal fing alles an

24.02.2016

Augustfehn „Ein volles Haus zeigt, dass die geschichtliche Entwicklung Augustfehns von großem Interesse ist“, freute sich Karl-Heinz Matten, Vorsitzender des Freizeit- und Kulturkreises (FKK) Bokel-Augustfehn, am Montagabend über zahlreiche Gäste beim zweiten Fehntalk in der Bürgerschule. Die rund 90-minütige Veranstaltung wurde von Charly Weber moderiert.

Fritz-Jürgen Baumann beleuchtete in seiner Power-Point-Präsentation die Frage: „Warum und wie ist Augustfehn entstanden?“ Anhand von zahlreichen historischen Kartenmaterialien, heimatkundlichen Dokumenten, Postkarten und Auszügen aus verschiedenen Chroniken ließ er die Geschichte bis 1841 noch einmal lebendig werden.

In seinen Ausführungen berichtete Baumann auch von den ersten Wegen über das Moor – Bohlenweg oder Knüppeldamm. „Für etwa 750 Meter Bohlenweg benötigte man rund 4000 Eichen“, rechnete er vor.

Der Ort Apen sei urkundlich erstmals 1219 erwähnt worden. Eine wichtige Rolle habe damals der Postweg von Bremen nach Amsterdam gespielt, der 1670 über Apen verlegt werden sollte, weil im Bereich Detern im Herbst die Wege beschwerlich waren. Maßgeblichen Anteil an der Gründung Augustfehns aber habe die von Napoleon verhängte Kontinentalsperre (1806 bis 1814) gehabt.

Bereits zu jener Zeit spielte der Name Orth eine erste große Rolle: Friedrich Georg Orth floh von Alsleben nach Hengstforde und kaufte dort 1812 zwei große Häuser. Sein Plan war es, durch Anlegen eines Kanals (Fehns) das ungenutzte Moor zwischen Hengstforde und Bokel zu entwässern und zu erschließen. Zu dieser Zeit erlebte der Hafen von Hengstforde eine kurze Blütezeit.

Der erste Plan zur Anlegung eines Fehns im Bokeler Moor tauchte 1822 auf. Nach Aufhebung der Grenzen durch den Zollverein (1834) und der ersten Vermessung 1836 durch Geometer Wöbcken kam weiter Bewegung in das Vorhaben: 1841 wurde das erste Teilstück – 50 Meter – für den Fehnkanal gegraben. Im Oktober des selben Jahres erfolgte unter Böllerschüssen die Einweihung: „Damit war der Grundstein für den Augustfehn-Kanal und somit auch für Augustfehn gelegt“, erklärte Baumann in seinem Vortrag.

Die ersten beiden Häuser an der Hauptstraße bauten 1848 Landwirt Georg Schröder und Johann Friedrich Orth (Sohn von Friedrich Georg Orth) ein Jahr später. Als offizielles Gründungsdatum von Augustfehn gilt das Jahr 1850. Zu Ehren des an der Gründung beteiligten Großherzogs Paul Friedrich August wurde die neue Siedlung Augustfehn benannt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.