Apen - Die SPD-Fraktion in der Gemeinde Apen betrachtet die sich abzeichnende Entwicklung in der Schullandschaft im Landkreis Ammerland und den umliegenden Gemeinden mit gemischten Gefühlen. „Wir sind dankbar, dass die Gründung von Integrierten Gesamtschulen (IGS) durch die neue Landesregierung vereinfacht werden soll. Leider könnte sich dies durch eine mögliche Abwanderung von Schülern zu einer großen Gefahr für kleinere Schulstandorte auswirken, an denen eine IGS-Gründung nicht möglich ist“, heißt es in einer Mitteilung der Partei.

„Wir sehen einen guten Schulstandort für unsere Gemeinde auch als Wirtschaftsfaktor. Sowohl für Unternehmen als auch für Familien ist genau dies ein wichtiger Ansiedlungsgrund. Um die Attraktivität unserer Gemeinde zu erhalten, ist es daher unsere Pflicht, im Rahmen des Elternwillens und in Zusammenarbeit mit unserer Oberschule alle Möglichkeiten für eine IGS-Gründung am vorhandenen Schulstandort auszuloten. Dies schließt auch eine interkommunale Zusammenarbeit mit umliegenden Gemeinden nicht aus. Da die Oberschule bereits Schüler aus Gemeinden außerhalb des Ammerlandes aufnimmt, werden wir die schon vorhandenen Kontakte prüfen und wenn möglich ausbauen.“

Darüber hinaus plädiert die SPD für eine landkreisweite Lösung. Weil nicht der Kreis, sondern die Kommunen Schulträger seien, betrieben viele Gemeinden „Kirchturmpolitik“.