Apen - Noch immer überwältigt von der Resonanz sind die Organisatoren der Typisierungsaktion in Apen. Wie berichtet, hatten sich fast 800 Freiwillige beteiligt.
Tanja Schwarzenberg aus Ihorst, Stefanie Ertelt aus Hollriede, Renke Müller aus Augustfehn, Andrea Sirsch aus Uplengen und all die anderen Freiwilligen, die am Sonnabend daran teilgenommen haben, hegen ein und denselben Wunsch: Sie möchten gerne genetischer Zwilling des an Blutkrebs erkrankten, einjährigen Felix oder anderer Betroffener sein.
„Die Bürger aus Apen dürfen sehr stolz auf ihr Umfeld sein. Das Engagement der Firma Eilers und ihrer Mitarbeiter sowie der beteiligten Vereine ist super. Wir alle haben eine große Familie gebildet“: Anna Fennen, Vorsitzende des Vereins „Leukin e.V.“ und ihre Stellvertreterin Ursula Park, sind überwältigt. Zum Start der Typisierungsaktion um 10 Uhr habe bereits eine lange Schlange vor den Zelten gewartet, am frühen Nachmittag hatten sich gut 400 Bürger testen lassen, und am Ende waren es genau 787 Freiwillige, die sich an der Typisierung beteiligt hatten. „Mit dieser Zahl haben wir nicht gerechnet, wir sind total begeistert“, strahlte Anna Fennen.
Auch Saskia Pastoor, Mitarbeiterin des Möbelhauses Eilers, die federführend die Aktion gestartet hatte, war überglücklich: „Wir finden es gelungen und hoffen, dass ein Spender dabei ist. Ein wunderschöner Tag.“ Gleichzeitig dankte sie allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, allen Kuchenspendern, Sponsoren und der Presse: „Ohne Euch wäre das nicht so ein Erfolg geworden. Eine Gemeinde hält zusammen – die kleinste im Ammerland.“ Beteiligt an der Organisation waren neben dem Verein „Leukin“ die Mitarbeiter des Möbelhauses Eilers, der Ortsbürgerverein Apen, der TV Apen, die Freiwillige Feuerwehr Apen und das Deutsche Rote Kreuz.
Die Ehrenamtlichen nahmen an zehn Plätzen im Zelt zunächst die persönlichen Daten in einem Formblatt auf, ehe jeder Spender mittels zweier Watteträger einen Abstrich an der Wangeninnenseite nahm und nach einer Trocknungszeit von fünf Minuten die Watteträger in einen vorbereiteten Umschlag steckte, der dann zusammen mit den Formalitäten und Strichcode-Aufklebern an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei geschickt wird.
Auch Bürgermeister Matthias Huber, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, war begeistert: „Ich bin sehr stolz. Wenn eine Gemeinde so zusammenhält, kann nur etwas Gutes herauskommen.“
„Leukin e.V.“ hat in Apen die 80. Typisierung seit Gründung des Vereins vor 17 Jahren veranstaltet. Von den mehr als 45 000 Spendern sind 434 Bürger zu Lebensrettern geworden. Darunter ist auch der 19-jährige Dennis Feimann aus Papenburg, der im November vorigen Jahres Stammzellenspender für eine 48-jährige Amerikanerin war. Seither ist er aktives Mitglied im Verein.
