DELMENHORST - Der letzte Schliff fehlt der neuen Ausstellung in der Turbinenhalle noch. So muss zum Beispiel noch die Beleuchtung installiert werden, damit sich pünktlich am Sonntag, 6. November, die Kunstwerke der Ausstellung „Quilt Art Selected“ in ihrem schönsten Licht zeigen können.
Bei der Eröffnung ab 11 Uhr führt am Sonntag Bridget Ingram-Bartholomäus, eine der beteiligten Künstlerinnen, in die Ausstellung ein. Rund 30 ausgewählte Werke der international bekannten Künstlerinnen Jette Clover, Linda Colsh, Dirkje van der Horst-Beetsma, Cheryl Martin und Bridget Ingram-Bartholomäus sind dort bis zum 5. Februar zu sehen. Die fünf Frauen gehören zu der Gruppe Quilt-Art, deren aktuelle Gesamtschau derzeit durch Europa tourt.
In Delmenhorst ist es bereits die fünfte Schau mit Quilt-Objekten, erzählt Museumsleiter Hans-Hermann Precht. Dass die Künstlerinnen immer wieder auf die Nordwolle zurückkehren, liegt seiner Meinung nach an dem unverwechselbaren Charme der Turbinenhalle als Ausstellungsort. „Zwischen der gründerzeitlichen Architektur und der Technik bekommen die Werke ein ganz neues Leben“, sagt der Museumsleiter. Es ist das besondere Spannungsfeld zwischen Industrie und Kultur, dass die Ausstellung prägen soll. Präsentiert werden die Kunstwerke deshalb an großen Bauzäunen, die in der Turbinenhalle aufgestellt wurden.
Die für die Schau ausgewählten Quilts zeigen die Vielfalt, die diese besondere Kunstform ausmacht. Die Künstlerinnen arbeiten mit unterschiedlichen Techniken und lassen sich von ganz unterschiedlichen Inspirationen beeinflussen. Bei Patchwork- und Quiltarbeiten werden unterschiedliche Stoffe und Muster in Lagen zu einem neuen Ganzen zusammengefügt. Die einzelnen Teile können dabei für Erinnerungen, Gedanken oder Empfindungen stehen.
Precht und sein Team, das mit der Verwirklichung der Ausstellung betraut ist, hat sich zusätzlich ein inhaltlich passendes Rahmenprogramm (siehe Infokasten) entwickelt. Es soll den Besuchern die Hintergründe der Quilts näher bringen und ihnen ermöglichen, sich selbst in dieser Kunst auszuprobieren. Precht erklärt: „Mir schwebt vor, dass wir hier ein Kreativ- und Kompetenzzentrum schaffen, das die Vergangenheit und Gegenwart des Textilschaffens verbindet.“
