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NWZonline.de Region Ostfriesland Landkreis Aurich Aurich

Trauern in der Pandemie: Auricher Hospiz will neue Trauergruppe für Jugendliche gründen

06.08.2021

Aurich Trauern ist ein sensibles und individuelles Thema. Dem stimmt auch das ehrenamtliche Team des Auricher Hospiz zu. Eine besondere Gruppe seien dabei Heranwachsende im Alter von 14 bis 18 Jahren. „Jugendliche trauern anders“, weiß die ehrenamtliche Trauerbegleiterin Erika Winter. Deshalb soll ab Herbst eine neue Trauergruppe eingerichtet werden. Die Trauerbegleiter absolvieren dafür nebenberuflich eine elfwöchige Weiterbildung zur „systemischen Kinder- und Jugendtrauer“.

Trauer werde nicht richtig verarbeitet

Gerade in der Corona-Zeit könnten sich Jugendliche in ein „Schneckenhaus“ zurückziehen. Die Trauer werde dann nicht verarbeitet. „Das Gepäck wird so immer größer“, weiß Elizabeth Jacobs vom Team des Hospiz. Zudem würden Jugendliche bei Trauerfällen in der Familie oft vergessen, weil sie schon erwachsen wirken. Dabei befinden sie sich noch in der Identitätssuche. „Teilweise übernehmen Jugendliche auch Aufgaben des Verstorbenen, zum Beispiel, wenn ein Elternteil stirbt, und sind dann damit überfordert“, berichtet Winter von ihren Erfahrungen. „Unser Ziel ist es, dass sie die Trauer verarbeiten können und wieder Freude finden.“

Zum Hospiz

Das Hospiz Aurich wurde vor 22 Jahren gegründet. Die Trauerbegleiter bieten dort ehrenamtlich Trauergruppen, ein Trauercafé, ein ambulantes Hospiz sowie Sterbebegleitung an.

Das Angebot ist für die Teilnehmer kostenlos. Das Hospiz finanziert sich zum Großteil aus Spenden und ist zudem offen für alle Konfessionen und Nationalitäten.

Geplant ist, dass sich die neue Trauergruppe für Jugendliche ab Herbst einmal monatlich an einem Freitagabend trifft. „Ab etwa dem zweiten Treffen ist die Gruppe dann auch geschlossen“, sagt Trauerbegleiterin Janina Speiser. So werde eine Vertrauensbasis geschaffen. Über zehn Termine sollen die Treffen dann fortgeführt werden, in den Ferien wird pausiert. Aktuell darf die Gruppe aufgrund der Corona-Regelungen nur fünf Teilnehmer groß sein. „Ich kann mir vorstellen, dass das für die Jugendlichen auch schön sein kann“, so Speiser. Sollte die Nachfrage wesentlich größer sein, könnte auch eine zweite Trauergruppe eingeführt werden.

Vor den Gruppentreffen wird mit jedem Teilnehmer ein Einzelgespräch durchgeführt. „Dazu darf auch eine Begleitperson mitgenommen werden“, sagt Jacobs. Nach dem Kennenlernen entscheidet das Team des Hospiz dann, welche Aktivitäten für die Trauergruppe in Frage kommen. Das können Rollenspiele sein oder auch kreative Aktivitäten. „Wir haben zum Beispiel mal einen alten Stuhl umgestaltet, auf dem der Verstorbene dann symbolisch Platz nehmen kann“, berichtet Winter von einer anderen Trauergruppe. Rituale sind ebenfalls Bestandteil der Treffen, genauso wie eine Einstiegsgesprächsrunde über die Stimmung der Teilnehmer.

Kennenlern-Tag am 18. September geplant

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„Bei uns ist dabei nichts richtig und nichts falsch“, betonen die Trauerbegleiterinnen. „Hier wird geweint, zugehört, geschwiegen aber auch gelacht“, erzählt Speiser. Was genau in der Gruppe passiert, wird dabei nicht nach außen getragen.

Wer sich für die Angebote des Hospiz interessiert, kann bei einem Kennenlern-Tag am Samstag, 18. September, ab 14 Uhr Näheres erfahren. Aufgrund der Corona-Regelungen wird dabei um Anmeldung gebeten. Kontakt unter Telefon 04941 - 6051182 (Sprechzeiten montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr). Spendenkonto: IBAN DE15 2802 0050 8301 6501 00.

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Imke Cirksena Redakteurin / Redaktion Norden
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