Westeraccumersiel - Die Brüder Ludwig Kittel (1869–1946) und Georg Kittel (1880–1962) waren Maler der Nachkriegszeit in Ostfriesland. Ludwig Kittel absolvierte sein Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf, danach kehrte der Landschafts- und Seemaler laut Ostfriesischer Landschaft nach Dornum zurück, wo er seinen Lebensunterhalt als Maler und Grafiker verdiente. Viele seiner Werke seien von Liebhabern erworben worden und befinden sich jetzt in Privatbesitz. Der ältere Bruder fertigte auch den Entwurf für eine Bären-Skulptur als Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs in Esens, das war 1924. Der Entwurf aus Holz ist in der Ausstellung im Zwei-Siele-Museum zu sehen.

Georg Kittel absolvierte ein Studium der Malerei an der Kunstakademie Kassel. Zudem liebte er die Musik. Laut Ostfriesischer Landschaft gehört er „zu den wichtigsten Malern Ostfrieslands in der Nachkriegszeit“. Kittel ging mit seiner Frau nach Neustettin in Pommern, wo er als Kunstlehrer an einem Gymnasium lehrte. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 musste er jedoch fliehen und seine gesamte Kunstsammlung zurücklassen. Er ging zurück nach Dornum.

Beide Maler malten zunächst impressionistisch, Georg Kittel zog es später zum Expressionismus, sagt Axel Heinze, Museumsleiter in Westeraccumersiel. Laut Heinze habe sich Ludwig Kittel auch der Literatur verschrieben. Die Brüder malten sowohl in Öl und Kreide, etwa Landschaften und die Mühle in Westeraccumersiel, widmeten sich Zeichnungen und arbeiteten bildhauerisch.

Elke Bastians und Museumsleiter Axel Heinze in der Ausstellung, wo sie etwas über ihren Großvater herausfinden durfte.

AUSSTELLUNG IM ZWEI-SIELE-MUSEUM Kunst der Brüder Kittel als „Bereicherung für Dornum“

Ina Frerichs
Westeraccumersiel
Ina Frerichs Redaktion Wittmund