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Wasserverband OOWV Starkregen-Gefahrenkarte soll alte Siedlungen und neue Baugebiete im Kreis Aurich vor Fluten warnen

Starkregen macht besonders in Südbrookmerland Probleme: Binnen weniger Minuten waren auch am Sonntag Wege, Terrassen und Gärten überflutet, bevor das Wasser nach und nach in Gärten und Gräben versichern konnte. Nicht überall läuft es so glimpflich ab.

Starkregen macht besonders in Südbrookmerland Probleme: Binnen weniger Minuten waren auch am Sonntag Wege, Terrassen und Gärten überflutet, bevor das Wasser nach und nach in Gärten und Gräben versichern konnte. Nicht überall läuft es so glimpflich ab.

ggm

Südbrookmerland - Der jüngste Starkregen ging am Sonntag über Ostfriesland nieder, auch Südbrookmerland war erneut betroffen. Dort war vor allem die Ortschaft Moordorf immer wieder von Überflutungen betroffen. Jetzt ist endlich eine Gefahrenkarte für besonders durch Starkregen anfällige Gebiete in Südbrookmerland in Sicht. Sie soll bei der Planung von neuen Baugebieten herangezogen werden, damit Kommunen und Bauherren später keine bösen Überraschungen erleben. Der Vertrag zur Ausarbeitung der Starkregen-Gefahrenkarte wurde jetzt von Bürgermeister Thomas Erdwiens (FWG) für die Gemeinde Südbrookmerland und Regionalleiter Michael Veh vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) im Rathaus unterzeichnet, begleitet von Benjamin Krug vom OOWV sowie Bürgermeisterstellvertreter Wilfried Müller.

Alle OOWV-Mitgliedskommunen können Starkregen-Gefahrenkarte nutzen

Seit Mai 2023 bietet der OOWV jedoch allen seinen Mitgliedskommunen bereits Informationen an. Die Starkregenkarte bereits erste Anhaltspunkte, wo bei extremen Niederschlagsmengen Überflutungen auftreten können. „Die Starkregenvorsorge ist eine kommunale Gemeinschaftsaufgabe und Starkregengefahrenkarten sind ein wesentliches Instrument zur Sensibilisierung aller Beteiligten“, so Bürgermeister Erdwiens. Die besonders durch Starkregen gefährdeten Gebiete zu kennen, wird als ein wichtiger Teil des komplexen Themas gesehen. Das kann als Basis dienen, zukünftige Baugebiete sowie die Größe und Lage von Regenrückhaltebecken oder sonstigen Wasser aufnehmenden Systemen zu planen.

Auch die Bürger müssen Vorbereitungen treffen

Klar ist: Maßnahmen gegen die Auswirkungen der heftigen Niederschläge müssen bereits jetzt ergriffen werden. Klimaanpassungsstrategien würden als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gesehen, stellte der Bürgermeister fest. „Doch auch Südbrookmerlands Einwohner müssen ihren Teil beitragen, nicht alles können die Kommunen alleine bewältigen“, betonte Erdwiens und wies auf bauliche Schutzmaßnahmen hin. So könnten Rückschlagklappen beispielsweise vor ins Haus eindringendes Wasser schützen. Regentonnen könnten während eines Starkregenereignisses in der Summe große Mengen an Niederschlag auffangen und so das Kanalisationssystem. „Es sind kleine Stellschrauben, die eine große Wirkung haben können“, so Erdwiens.

Vertrag zur Entwicklung einer Starkregen-Gefahrenkarte: Benjamin Krug und Michael Veh vom OOWV mit Bürgermeister Thomas Erdwiens und Wilfried Müller von der Gemeinde Südbrookmerland nach der Unterzeichnung im Rathaus Victorbur.

Vertrag zur Entwicklung einer Starkregen-Gefahrenkarte: Benjamin Krug und Michael Veh vom OOWV mit Bürgermeister Thomas Erdwiens und Wilfried Müller von der Gemeinde Südbrookmerland nach der Unterzeichnung im Rathaus Victorbur.

privat
Günther Meyer
Günther Meyer Ostfriesland-Redaktion/Aurich
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