Dornum/Westerbur - „Ich bin stolz, wenn ich ihr Interesse wecken konnte“, sagt Uwe Sommer über die Mitglieder seiner Jugendfeuerwehr. Der 54-Jährige ist Jugendfeuerwehrwart in Westerbur in der Gemeinde Dornum. Wenn er freitags von der Arbeit nach Hause fährt, ist er in Gedanken schon bei der Feuerwehr – denn freitags ist für ihn Feuerwehrtag. Alle 14 Tage von sieben bis halb neun trifft sich der Nachwuchs zum Übungsabend. Und die anderen Freitage ist Sommer für die aktive Wehr im Einsatz.
Der 54-Jährige ist nunmehr seit mehr als 25 Jahren Feuerwehrmann in Westerbur – und dabei ist ihm kein Weg zu weit. Denn während der Woche arbeitet er auswärts als Baugeräteführer und sieht seine Familie deshalb nur am Wochenende. Viele Stunden seiner Freizeit widmet er sich dem Ehrenamt. Für sein Engagement in der Jugendfeuerwehr wurde Sommer nun für die Auszeichnung Mensch des Jahres nominiert.
Uwe Sommer ist 54 Jahre alt und lebt in Westerbur in der Gemeinde Dornum. Nach Ostfriesland kam er 1992, wo es ihn zur Freiwilligen Feuerwehr Westerbur zog. Der gebürtige Brandenburger arbeitet auswärts, weshalb er nur am Wochenende zuhause ist.
Die Jugendfeuerwehr übernahm Sommer 2003 als Jugendfeuerwehrwart. Alle zwei Wochen freitags treffen sich Kinder, Jugendliche und das Betreuerteam zum Übungsdienst im Feuerwehrhaus. Aber auch in der Freizeit unternimmt die Gruppe etwas zusammen und engagiert sich im Ort.
Der Feuerwehrmann ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Schon früh begeistert
Seit er jung ist, ist er Feuer und Flamme für das Retten, Löschen und Helfen. „Als Jugendlicher habe ich über die Schule bei der Feuerwehr angefangen“, sagt er. 1992 zog der gebürtige Brandenburger nach Westerbur, wo er in die Wehr eintrat. 2000 wurde schließlich die Jugendfeuerwehr gegründet. Sommer war begeistert – und brachte sich ein. 2003 übernahm er die Abteilung als Jugendfeuerwehrwart.
Die Jugendwehr besteht heute aus insgesamt 13 Jungen und Mädchen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren. „Wir bieten für Kinder ab neun aber schon ein Schnupperjahr an“, sagt Sommer.
Die Kinder lieben das Praktische und lernen Geräte, Funk und Fahrzeuge kennen, kegeln Schläuche aus. Dabei mögen sie eins am liebsten: „Vom Umgang mit Wasser sind sie magisch angezogen“, weiß ihr Betreuer. Um das Miteinander im Ort zu stärken, sammelt die Jugendwehr auch ausgediente Tannenbäume ein und macht bei Festen mit.
Der Zusammenhalt im Team ist groß: „Wir fahren auch mal in den Zoo, gehen Schwimmen oder zum Bowling. Das macht allen viel Spaß“, sagt der Jugendwart lächelnd.
Liebe Leserinnen und Leser, bei der Suche nach den Menschen des Jahres für Ostfriesland haben Sie uns in den vergangenen Wochen unterstützt und uns verschiedene Vorschläge für die Frau, den Mann oder die Gruppe des Jahres 2023 per E-Mail geschickt. Nun ist es an der Jury zu entscheiden, wer den Titel bekommt. Die Ehrung findet am 20. Juni in den Räumen der Ostfriesischen Landschaft in Aurich statt.
Offenes Ohr
Umgang und Austausch mit Kindern und Eltern sind für Sommer eine Herzensangelegenheit. Besonders freut es den Westerburer, wenn sich zurückhaltende Kinder etwas zutrauen. „Wenn die Kinder Probleme haben, habe ich immer ein offenes Ohr“, sagt er. Dass sein Engagement fruchtet, zeigen die Mitglieder des Jugend-Betreuerteams: Auch sie haben in der Jugendfeuerwehr begonnen, manche sind in die aktive Abteilung gewechselt. Auf sein Team könne er sich verlassen, sagt Sommer, über die Jahre sei ein Vertrauensverhältnis entstanden.
„Das Schönste ist für mich, wenn ich sehe, wie die Jugendlichen mit Eifer dabei sind“, sagt der Westerburer über den Nachwuchs, den er über die Jahre begleitet hat. Und auch Uwe Sommers Tochter ist schon Feuer und Flamme für die Jugendabteilung. Dass die kleine Feuerwehr Westerbur ihre Mitglieder hält, ist auch Uwe Sommers Verdienst.
