Dornum - Das Projekt „Summerschool“ Buchenhof darf weiterhin stattfinden. Allerdings wurde der Gemeinde Dornum als Erbin bis zum 21. Januar 2024 untersagt, öffentliche Veranstaltungen im Buchenhof auszurichten. Das hat das Auricher Landgericht am Freitag bekannt gegeben. „Ausgenommen davon sind öffentliche Veranstaltungen, die der Willensbildung und Vorbereitung der zukünftigen Nutzung des Hofgebäudes zu privaten Wohnzwecken, inklusive Vermietung, dienen“, teilt die Pressestelle des Landgerichts auf Nachfrage mit. Das sei bei der „Summerschool“ der Fall, heißt es weiter. Sollte die Gemeinde Dornum sich allerdings nicht an diese Vorgaben halten, droht eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten oder ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 Euro, so das Landgericht Aurich. Wer in Haft kommen würde, könne man nicht beantworten. Diese Strafen seien lediglich angedroht: „Dabei ist 250 000 Euro auch das Maximum.“

Hintergrund ist die von Ingrid Backenhaus (Testamentsvollstreckerin) beantragte einstweilige Verfügung, mit der sie die Durchführung des Projekts „Summerschool“ und die Veranstaltungen unterbinden wollte, wie sie am Mittwoch auf Nachfrage bestätigte. Für weitere Rückfragen war Backenhaus am Freitag nicht erreichbar.

Aufgrund der „Eilbedürftigkeit“ habe das Gericht in dieser Woche noch ein Urteil fällen müssen, so die Pressestelle. Bereits an diesem Samstag, 22. Juli, ist nämlich die nächste „Summerschool“-Veranstaltung geplant. Hier sollen dann die Ergebnisse der vorherigen Veranstaltungen präsentiert werden – allerdings nicht wie zunächst geplant im Buchenhof, sondern beim KBV Westeraccum (Butenhusener Straße 13a) ab 14.30 Uhr.

Bürgermeister Uwe Trännapp erklärt: „Wir mussten einen Plan B in der Tasche haben und brauchten die Planungssicherheit. Nun ist schon alles aufgebaut, und wir werden es dort veranstalten.“

Auch wenn das Projekt „Summerschool“ unter oben genannten Bedingungen weiter stattfinden darf, ist das Thema bei der Gemeinde noch nicht vom Tisch, so Trännapp: „In der kommenden Ratssitzung wird es Thema werden, was vor Gericht passiert ist und wie wir weiter mit dem Buchenhof umgehen möchten.“ Er sei sich aber sicher: Die Gemeinde habe alles richtig gemacht und wolle die Bürger bei der Ideenfindung mitnehmen.

Larissa Siebolds
Larissa Siebolds Redaktion Wittmund