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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Ausbildung

48 Landschaftsgärtner und eine Bombe

21.05.2019

Bad Zwischenahn Der Auszubildende Julian Weu hievt gerade die schweren Natursteine aus der eisernen Schubkarre auf die neun Quadratmeter große Gewerkfläche aus Sand, während sein Partner Yannic Flohr mit dem Zollstock die Ausrichtung der Wanne überprüft. Sie stecken mitten in der Gestaltung ihrer vorgegebenen Gartenfläche beim Landschaftsgärtner-Cup im Park der Gärten.

Insgesamt 48 angehende Landschaftsgärtner arbeiten am vergangenen Freitag am Gewerk, bei den Stationen für Pflanzenkunde, Arbeitssicherheit, Vermessung, einer Geschicklichkeitsübung mit einem Mini-Bagger sowie bei einer Kreativübung. Doch kurz vor der Mittagspause taucht plötzlich Parkgeschäftsführer Christian Wandscher beim Gewerk auf und unterbricht: Bombenfund auf dem ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus-Gelände. Im Radius von 1000 Metern muss alles evakuiert werden. So müssen auch Julian und Yannic alles stehen und liegen lassen, ihre Sachen zusammenpacken und den Rückzug antreten. „Sowas hab ich noch nie erlebt“, betont Punktrichter und Yannics Ausbilder Sebastian Ibbeken. Wenig später steht fest: Hier im Park der Gärten geht an diesem Freitag erst einmal nichts mehr, ob am Samstag etwas stattfinden kann ist fraglich.

Wie geht es nun weiter? Eigentlich sollte der Sieger nach dem zweitägigen Wettstreit gekürt werden und im September bei der deutschen Meisterschaft in Heilbronn antreten. Spontan gestaltet sich der Landschaftgärtner-Cup nun anders als gedacht. Angelika Kaminski, Projektleiterin, sorgt zunächst für ein neues Abendprogramm, da auch die Unterkunft hierfür im Evakuierungsbereich liegt.

Zwei Teams treten die Rückreise an. Doch am Abend steht auch fest: Es geht weiter – aber verändert: Der gesamte Freitag geht nicht in die Wertung ein. Jedes Team wird auf eine Station ausgelost und dann wird das beste Team aus dem Bereich „Gewerk“ bestimmt sowie aus den fünf verbleibenden kombinierten Restbereichen.

Yannic und Julian ziehen das „Gewerk-Los“. Ihr altes wurde in den frühen Morgenstunden am Samstag zurückgebaut – nun startet der Wettbewerb neu. Am Ende, gegen 16 Uhr, können sich die beiden jedoch nicht für einen der vorderen Ränge qualifizieren. Bei der Siegerehrung um 16.30 Uhr können sich Moritz Blankemeyer und Marvin Wichmann, von Landschaftsbau Kreye, Sieger im „Gewerk“ nennen. Und beim Kombinationsteil, bestehend aus den fünf Aufgabenbereichen, siegen Kai Burbring und Niklas Loose, von der Firma Peter Stockreiter GmbH aus Mettingen. Unter diesen zwei Teams soll in den nächsten Wochen noch ein Stechen stattfinden, der Gewinner reist dann nach Heilbronn.

Rückblickend sagt Kaminski: „Wir haben das beste draus gemacht.“ Am Ende sei alles trotz der Bombenunterbrechung gut gelaufen – so ein Abenteuer brauche man jedoch nicht jedes Jahr.

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