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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Ausbildung

Begeistert von Masten und Segel

20.03.2013

Wilhelmshaven Ganz begeistert spricht die 20-jährige Pia Hartkopf von ihrer Segelausbildung auf der „Gorch Fock“. „Nach anfänglichem Respekt hat mir das Aufentern richtig viel Spaß gemacht“, erzählt die junge Sanderin. „Am Ende konnte ich von den Segelmanövern und der Arbeit in den Masten gar nicht genug bekommen.“

Die in Wilhelmshaven geborene Obergefreite ist eine von 103 Offizieranwärtern, die nach längerer Pause als erste Crew wieder eine Ausbildungsfahrt auf dem Segelschulschiff der Marine erlebt haben. „Klar habe ich nach all den negativen Berichten über die Gorch Fock auch Bedenken gehabt. Aber es hat sich offensichtlich viel getan – und ich fand das Bild keineswegs bestätigt“, so die 20-Jährige.

„Ich habe mich sogar rasch sehr wohl gefühlt an Bord und fand bei tollem Wetter im Hafen schnell Gefallen an den Enterübungen.“

Vor der Seefahrt auf der weißen Bark hätte sie auch mit ihren Eltern darüber gesprochen, was sie dort wohl erwarten würde. „Ich habe jedoch überhaupt keinen Druck verspürt, sondern von allen Seiten großen Rückhalt.“ Die Vorausbildung auf dem neuen Übungsmast an der Marineschule Mürwik habe sie als Vorteil empfunden: „Man bekam ein Gefühl für die Höhe und mir wurde beim Umgang mit den Sicherungssystemen die Angst genommen. So wusste ich, was auf mich zukommt an Bord – auch wenn ich die Unterschiede dort sofort gespürt habe.“ So sei unter anderem der Mast auf der „Gorch Fock“ eben doch höher.

In Lissabon hat das bekannte Segelschulschiff die Offizieranwärter an die grauen Einheiten des Einsatz- und Ausbildungsverbands übergeben. Der erste Teil ihrer Ausbildungsreise führte die jungen Soldatinnen und Soldaten nun nach Wilhelmshaven. Für alle eine Umstellung; Pia Hartkopf durchläuft nun die Praxis-Ausbildung auf der Fregatte „Emden“.

„Vor allem ist es nach den Wochen in der Hängematte viel komfortabler, wieder einen richtigen Bock zu haben“, so die Sanderin. An Bord sagt man „Bock“, wenn von der Koje, dem schmalen Bett, die Rede ist. Allerdings vermisse sie die lange Zeit an der frischen Luft, die sie Bord des Großseglers auf dem Mitteldeck verbracht haben. Sie könne sich sehr gut vorstellen, später nach dem Studium als Segeloffizier auf die „Gorch Fock“ zurückzukehren. „Auf jeden Fall will ich Schiff fahren.“

Ihr Crewkamerad Mike Starzonek (21) ist verletzungsbedingt erst in Lissabon wieder zu den anderen gestoßen – als einer von 31 Offizieranwärtern auf der „Emden“. Dem Bremerhavener fehlt nun die Erfahrung vom Segelschulschiff. „Die Aufnahme hier ist allerdings klasse gewesen. Man spürt, dass wir gebraucht werden auf der Fregatte.“ Während ihrer Ausbildung durchlaufen sie viele Bereiche – von der Navigation und Seemannschaft bis zur Schiffstechnik.

Der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ sowie die Fregatten „Bremen und „Emden“ verlassen an diesem Mittwoch den Stützpunkt, um in der Nordsee diverse Flugkörper zu schießen. Über Ostern wird der Verband nochmals kurz hier festmachen. Im Anschluss sollen die drei Schiffe ihren nächsten Hafen Oslo anlaufen und sich anschließen von dort auf den Weg ins schottische Glasgow machen. Hier werden Pia Hartkopf und die anderen Offizieranwärter ihr Flotten-Praktikum beenden.

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Marine | Hafen | Marineschule Mürwik | Hafen Oslo

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