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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Ausbildung

„Bremen“ zeigt noch mal Zähne

15.06.2013

Wilhelmshaven Zum letzten Mal lief am Freitag die Fregatte „Bremen“ in den Marinestützpunkt Wilhelmshaven ein. Und diesmal zeigte sie Zähne. Die Besatzung hatte im Hafen von Bergen ein geöffnetes Haifischmaul auf den Bug ihrer Fregatte gemalt. Symbolisch für den Kampfgeist – und als Abschiedsgeste.

Die wartenden Familienangehörigen und Freunde, die sich nach sechs Monaten Trennung auf ein Wiedersehen freuten, beobachteten das Einlaufen der „Bremen“, das vom Marinemusikkorps Nordsee begleitet wurde. Björn und Helena, die Kinder des Kommandanten, Fregattenkapitän Ingolf Schlobinsky, waren schon den ganzen Morgen aufgeregt. Zusammen mit Mama Katrin Schlobinsky und deren Mutter warteten sie gespannt auf ihren Papa.

Als die Fregatte auf ihren Anlegeplatz zusteuerte, fiel der Blick auf ein großes Transparent. „Melli, willst du mich heiraten?“. Oberbootsmann Christian Prinzler machte seiner Freundin Melanie Fuchs vor versammelter Besatzung vom Deck der „Bremen“ einen Heiratsantrag. Und sie sagte: Ja.

Die Fregatte „Bremen“ hatte Wilhelmshaven am 4. Februar als Teil des Einsatz- und Ausbildungsverbandes (EAV) zusammen mit der Fregatte „Emden“, zwei Korvetten und einem Einsatzgruppenversorger verlassen. Neben dem Training der Besatzung und der Ausbildung der Offiziersanwärter nahm die „Bremen“ unter anderem an dem NATO-Manöver „Joint Warrior“ teil, bei dem die Zusammenarbeit der See-, Land- und Luftstreitkräfte trainiert wurde. Zusammen mit der französischen Marine konnten auch zwei Rettungsaktionen erfolgreich durchgeführt werden.

Für den Kommandanten der Fregatte, Ingolf Schlobinsky, die schönste Erinnerung an die letzte Fahrt der „Bremen“: „Der Mann, den wir suchten, trieb bereits einige Stunden im Wasser und wir hatten ihn fast aufgegeben. Als wir ihn fanden und feststellten, dass er lebte, war das ein tolles Gefühl.“ Auch der Leiter des Einsatzstabes, Fregattenkapitän Torsten Ites, zog ein positives Fazit des letzten Einsatzes. „Ich bin froh, dass wir auf unserer letzten Fahrt noch einmal einen wichtigen Beitrag leisten konnten und betrübt, weil mit der Außerdienststellung der Fregatten eine lange Tradition zu Ende geht“, so Ites.

Zu Beginn des kommenden Jahres wird die Fregatte „Bremen“ außer Dienst gestellt. Sie war dann über 30 Jahre im Dienst und hat knapp 800 000 Seemeilen zurückgelegt. Das entspricht rund 37 Erdumrundungen. Damit gehört das Schiff zum „alten Eisen“, auch wenn die Besatzung das Ende gern noch etwas nach hinten geschoben hätte.

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