DELMENHORST - Die Logistikbrigade der Einsatzkräfte ist einmalig. Die Ausbildung aller Spezialisten dauert noch einige Jahre.
Von Wolfgang Loest
DELMENHORST - Seine letzte dienstliche Anweisung wird sicherlich gern befolgt: „Morgen ist dienstfrei“, verkündete Oberst Hermann Dooremans, als er sich am Donnerstagabend von „seiner“ Logistikbrigade verabschiedete.Dooremans habe den logistischen Großverband in unglaublich kurzer Zeit aufgebaut, lobte der Befehlshaber Wehrbereichskommando Küste, Generalmajor Heinz-Georg Keerl, während des Appells in der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne. Dabei habe er als fürsorglicher Kommandeur deutlich seine Handschrift hinterlassen. „Ihr Abschied kommt für mich etwas zu früh“, sagte der General, als er Oberst Dooremans mit der Ehrennadel des Wehrbereichskommandos auszeichnete.
Der scheidende Kommandeur lobte die Leistungsbereitschaft und Motivation der Soldatinnen und Soldaten, die in den fünf Bataillonen der Logistikbrigade ihren Dienst versehen. Die personelle Aufstellung der Brigade habe mit über 80 Prozent bereits einen guten Stand erreicht. Die Ausbildung aller Spezialisten werde aber aufgrund der hohen Anforderungen mindestens noch bis 2010 andauern. „Die Herausforderungen werden, wenn man sich die Lageentwicklung in einigen Einsatzgebieten ansieht, in Zukunft sicherlich nicht leichter“, sagte Dooremans.
Dessen Nachfolger, Oberst Winfried Zimmer, begrüßte Keerl mit den Worten: „Auf Sie wartet eine tolle Aufgabe.“ Schließlich sei diese Logistikbrigade in der Bundeswehr einmalig.
Neue Führung
