DELMENHORST - Die Personenschützer weichen nicht von seiner Seite. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) steht auf dem Gelände der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne und beobachtet die Vorführungen des Logistikbataillons 161 und des Transportbataillons 165 – Teile der Logistikbrigade 1 Eingreifkräfte. Später wird Jung den Soldaten einen „guten Ausbildungsstand“ bescheinigen und ihnen zusagen, die technische Ausstattung weiter zu verbessern.

„Ich habe den Eindruck, die Brigade ist hier in Delmenhorst sehr gut in die Gesellschaft eingebunden“, sagt der Verteidigungsminister. Delmenhorst sei ein besonderer Standort, weil die Zahl der hier stationierten Soldaten von 1150 im November 2004 auf nahezu 3000 im April dieses Jahres wachsen wird. Zurzeit sind etwa 2700 Soldaten in Delmenhorst stationiert. Rund 220 nehmen derzeit an Auslandseinsätzen der Bundeswehr zum Beispiel in Afghanistan und im Kosovo teil.

Nach einem Gespräch mit dem Kommandeur der Logistikbrigade, Brigadegeneral Winfried Zimmer, über die gegenwärtigen Bedingungen am Standort Delmenhorst, verfolgt der Verteidigungsminister die Präsentation der Soldaten. Das Szenario: Ein Konvoi ist unterwegs, als plötzlich ein Geländewagen ausfällt. Blitzschnell sichern die Soldaten die Straße und verladen den „Wolf“ auf eine sogenannte Wechselladepritsche. Anschließend wird das Fahrzeug zu einem Servicepunkt transportiert, wo Mechaniker umgehend einen Blick unter die Haube werfen. Parallel werden die anderen Fahrzeuge des Konvois betankt, be- und entladen.

„Wir betreiben hier ausschließlich einsatzbezogene Ausbildung“, erläutert Oberstleutnant Frank Lemaire. Aufgrund des Besuches des Verteidigungsministers findet die Übung allerdings in der Kaserne und nicht auf dem Standortübungsplatz statt.

Jung sucht immer wieder das Gespräch mit den beteiligten Soldaten, fragt, ob sie schon im Auslandseinsatz waren. Der persönliche Kontakt sei dem Minister ein wichtiges Anliegen, sagt sein Sprecher Thomas Overhage.

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