DELMENHORST - Für „eine kommunale Bildungsoffensive hier in Delmenhorst“ spricht sich der bildungs- und umweltpolitische Sprecher der UAD/FDelP-Fraktion im Rat der Stadt, Uwe Dähne, aus. Schon im Zuge der nächsten Haushaltsberatungen müsse die Stadt den Schulen mehr Geld für eine moderne Ausstattung und ordentliche Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. „Damit und mit kommunalen Förderprogrammen wie die Sommerschule müssen wir die Zahlen der Schulabbrecher senken“, schreibt Dähne, selbst Berufsschullehrer, in einer Pressemitteilung. Überdies müssten in Delmenhorst verstärkt Anstrengungen unternommen werden, „bildungsferne Gruppierungen“ von der Bedeutung höherwertiger Schulabschlüsse zu überzeugen. „Da kann auch der Integrationsbeirat mitwirken und seine Prioritäten zugunsten der benachteiligten Jugendlichen mit Migrationshintergrund neu ordnen.“

Den Hintergrund für die Initiative Dähnes bildet die Ankündigung des Deutschen Industrie- und Handelkammertages (DIHK), auf betrieblicher Ebene Förderprogramm für Auszubildende mit Bildungsdefiziten einzurichten. Dähne: „Für uns ist das ein Offenbarungseid des deutschen Bildungssystems, denn nun übernimmt die Wirtschaft staatliche Aufgaben. (...) Die bildungspolitischen Versäumnisse, die dazu geführt haben, sind skandalös.“