DELMENHORST - Die neue Leiterin der Frauenklinik setzt auf minimal-invasive Chirurgie. Die Patientinnenzahl soll sich verdoppeln.
Von Mechthild Voigt
DELMENHORST - So wenig Bauchschnitte wie möglich und eine dementsprechend kurze und schmerzarme Behandlungszeit – so soll die Zukunft für Patientinnen in der Frauenklinik des Klinikums Delmenhorst aussehen. Mit Dr. Romana Mildner hat dort eine Fachärztin die Nachfolge von Dr. Walther Samuelis angetreten, die persönlich eher zurücksteckt, wenn es um das Wohl ihrer Patientinnen geht, aber technisch und personell das Beste fordert. Die Anschaffung eines neuen Endoskopieturms für die Spiegelung von Bauchhöhle und Gebärmutter war für sie deshalb eine Selbstverständlichkeit. „Man muss investieren, um Gewinne zu machen“, sagt die Ärztin und verhehlt nicht ihr Ziel: „Ich bin gekommen, um die Patientinnenzahl mindestens zu verdoppeln“. 2005 wurden 860 Frauen in die Klinik aufgenommen. Dort kamen 398 Kinder zur Welt.Neben moderner Technik setzt die Chefärztin auf Erfahrung und Fortbildung. Die jetzt 50-Jährige hat in Polen studiert und kam 1990 mit ihrer Familie nach Deutschland. Mit kurzen Unterbrechungen war sie seit 1990 im Oldenburger Pius-Hospital tätig – mit den Schwerpunkten minimal-invasive und Brust-Chirurgie. Hinzu kommt eine fundierte Ausbildung in Geburtsmedizin.
In der Frauenklinik sind insgesamt acht Mediziner tätig. Hinzu kommen 22 Schwestern und Hebammen.
