DELMENHORST - DELMENHORST - Es ist offenbar gar nicht so schwer, Unternehmen und Privatleute für soziales Engagement zu begeistern. Diese positive Erfahrung hat die Delmenhorster Bürgerstiftung mit ihrem Aufruf gemacht, eine Gruppe junger Mütter zu unterstützen, die sich gemeinsam mit ihren Kindern regelmäßig in einem Haus auf dem Nordwolle-Gelände trifft, das die Jugendverwaltung angemietet hat. Gebeten wurde um die Ausstattung eines kleinen Spielplatzes, der im Hof entstehen sollte.

„Die Resonanz hat uns wirklich überrascht“, konstatierte Margret Biermann vom Stiftungsrat, als sie gestern gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Stiftung, Heinz Grothenn, und der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Sieglinde Hoppe die Spende symbolisch übergab.

Die neue Sandkiste als Mittelpunkt des Spielgeländes hatten die kleinen Kinder schon vor der offiziellen Übergabe in Beschlag genommen. Und auch die Schaukel stand bei strahlendem Sonnenschein gestern kaum still.

Tische und Stühle sowie diverses Spielzeug komplettieren das kleine Spielareal, auf dem sich bei schönem Wetter ein gutes Dutzend Kleinkinder tummelt.

„Ohne die Initiative der Bürgerstiftung hätten wir das nicht hinbekommen“, bekannte gestern der zuständige Fachdienstleiter Gerd Galwas. Die „Junge-Mütter-Gruppe“ gehöre zu den wichtigen Präventionsprojekten der Stadt. In Kooperation mit der Volkshochschule erhalten zwischen zwölf und 15 Delmenhorsterinnen, von denen einige bereits als Minderjährige ein Kind zur Welt gebracht haben, die Gelegenheit, sich über Erziehungsfragen auszutauschen und mit kompetenter Unterstützung über Chancen für Ausbildung und Beruf nachzudenken.

„Dieses Projekt macht eindrucksvoll Sinn und Zweck der Bürgerstiftung deutlich: Ganz ihrer Zielsetzung entsprechend werden Menschen aktiviert, sich für andere und damit für unsere Stadt einzusetzen“, erklärte gestern der Vorsitzende der Stiftung, Heinz Grothenn. Fünf Unternehmen hatten das Spielgelände ausgestattet.

Die gemeinnützige Organisation war im November 2004 als 80. deutsche Bürgerstiftung aus der Taufe gehoben worden. Der Kapitalstock liegt bei rund 90 000 Euro. Aus den Zinserträgen will die Stiftung später Projekte mitfinanzieren oder selbst auf den Weg bringen.