DELMENHORST - Ohne Roboter geht heute in der Industrie nichts mehr. Sie werden etwa zum Verschrauben, Verschweißen oder Sortieren eingesetzt. Das alles könnte der Roboter, den Waldemar Maier (24), Paul Schimann (36) und Malte Brüning (23) programmiert haben, auch. Um zu zeigen, wie vielfältig Roboter eingesetzt werden können, haben sie sich etwas ganz besonderes ausgedacht. Ihr Roboter nämlich kann ein Glas mit Sekt füllen: Auf Knopfdruck hebt der Greifarm des Roboters die Sektflasche an, kippt diese leicht, nach und nach fließt der Sekt aus der Flasche ins Glas.
Am Donnerstag stellten Maier, Schimann und Brüning ihr Projekt in der Fachschule Technik vor. Gemeinsam mit 17 anderen Schülern der Technikerschule haben sie im letzten Jahr ihrer zweijährigen Schulzeit, die im Juni endet, an einem Projekt gearbeitet. Während sich Maier, Schimann und Brüning mit einem Industrieroboter beschäftigten, konstruierten andere Gruppen etwa einen Wagenheber für tiefergelegte Fahrzeuge oder eine Klebevorrichtung für Schutzfolien.
„Die meisten der Projekte sind in Zusammenarbeit mit Firmen entstanden“, erzählt Gerrit Schnier, Lehrer an der Technikerschule. Ein von einer Gruppe ausgearbeitetes Projekt dürfe bei der Präsentation noch nicht einmal vorgestellt werden. „Das hält die Firma noch geheim“, erklärt Schnier.
Die Präsentation lockte viele Neugierige an. Nicht nur Schüler aus anderen Klassen und Lehrer kamen zur Vorstellung der Projekte, auch beteiligte Firmenvertreter saßen im Plenum.
Die zweijährige Fachschule Maschinentechnik wendet sich an Fachkräfte aus Industrie und Handwerk, die einen beruflichen Aufstieg planen. Maier zum Beispiel hat eine Ausbildung zum Fertigungsmechaniker abgeschlossen und anschließend eineinhalb Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Jetzt möchte er eventuell noch studieren. „Beim Umgang mit dem Roboter habe ich noch viel Neues dazu lernen können“, sagt Maier.
Spätere Einsatzmöglichkeiten gebe es für die Absolventen der Technikerschule viele. „Die Schüler sind für Tätigkeiten im mittleren Management qualifiziert“, sagt Schnier. In Frage kämen etwa Berufe in der Produktion oder Konstruktion und im Vertrieb.
