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Ramadan Aygül Özkan isst Fasten-Mahl

Evelyn Eveslage

DELMENHORST - Hinter dem Rednerpult hing die türkische Flagge, auf der linken Seite der Bühne die deutsche. Eigentlich fehle nur noch die europäische Flagge, so Oberbürgermeister Patrick de La Lanne beim gemeinsamen Iftarmahl am Mittwochabend. Schließlich gehöre die Türkei praktisch mit zur Europäischen Union, so de La Lanne.

Gemeinschaftsgefühl

Die drei islamischen Gemeinden in Delmenhorst bilden gemeinsam den Verband „IGD“, für Islamische Gemeinden Delmenhorst. Dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit demonstrierten sie mit einer Einladung zum gemeinsamen Iftar-Mahl. Dies ist das traditionelle Brechen des Fastens im islamischen Fastenmonat Ramadan, sobald es dunkel wird.

Orientalische Musik schallte durch die Veranstaltungshalle Com.media auf dem Gelände der Delmenhorster Nordwolle. Yunis Altun, der Religionsbeauftragte der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Delmenhorst (DITIB), las Suren aus dem Koran vor.

Der Oberbürgermeister empfand die Wahl des Ortes als außerordentlich gelungen – schließlich arbeiteten hier bis vor mehreren Jahren auch viele Gastarbeiter. 2011 ist auch das 50-jährige Jubiläums des Anwerbeabkommens zwischen der Türkei und Deutschland.

Applaus brandete in der großen, voll besetzten Halle auf, als die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan zum Podium schritt. Sie benannte die drei Faktoren für erfolgreiche Integration: Sprache, Bildung und Integration in den Arbeitsmarkt. „Der Schlüssel für mich ist das Beherrschen der deutschen Sprache.“ Ohne diese Kompetenz hätte sie ihren Weg nicht so gehen können, so Özkan. Sie mahnte die gesellschaftliche Verantwortung an, Jugendliche von der Schule in den Arbeitsmarkt zu überführen: „Das ist unsere Aufgabe, da Hebel umzulegen.“ Damit schloss sie sich ihrem Vorredner, dem stellvertretenden türkischen Generalkonsul Emin Melin Tezel an. Sie lobte die theologische Ausbildung von Imamen an staatlichen Hochschulen. Die Veranstaltung bewertete sie als „besonders gute Gelegenheit, sich mit Nachbarn und Mitmenschen zu unterhalten.“

Fastenmonat Ramadan

Immer wieder gingen die zahlreichen Referenten auf die Bedeutung des Ramadans ein, er sei der „Sultan der anderen elf Monate“ und fördere soziale Gerechtigkeit, weil man sich durch das Fasten in die Lage Mittelloser versetzen könne, die eine Mahlzeit herbeisehen, so Kadir Canakci. Schließlich führte Ahmet Özbal, Religionsbeauftragter des Delmenhorster Integrations- und Bildungsverein (DIBV), den „Ezan-Ruf“ aus: Die Sonne war untergegangen und damit das Buffet für alle eröffnet.

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