Delmenhorst - Welche Qualifikationen muss man für den Beruf mitbringen? Und wann endet die Bewerbungsfrist? Diese und weitere Fragen stellten die Schüler der BBS 1 den Experten aus den verschiedenen Berufsbranchen am Mittwochnachmittag. 21 Unternehmen haben sich daran beteiligt.
Dieser sogenannte „Expertennachmittag“ diene einerseits der Berufsorientierung der Schüler. Andererseits bietet er den Unternehmen eine Plattform, ihre Ausbildungsangebote vorzustellen, erklärte Studienrätin Corinna Wiedau, die die Veranstaltung bereits zum vierten Mal organisiert hat. „Das Konzept hat sich schon in der Vergangenheit bewährt.“ Einige Absolventen der BBS würden sogar in den Betrieben arbeiten.
Neben den Schülern der einjährigen Berufsfachschule Wirtschaft und den Assistenten für Fremdsprachen und Korrespondenz nahm erstmals auch die elfte Klasse des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft am Expertennachmittag teil. „Wir haben zudem erstmals auch die Eltern eingeladen“, sagte Wiedau.
Damit in den 25-minütigen Vorstellungsrunden ein Gespräch zustande kommen konnte, haben die Schüler sich seit den Sommerferien mit den Berufen auseinandergesetzt und Fragen erarbeitet, die sie den Experten stellten. Damit dabei kein Tumult entstand, wurden die Experten auf verschiedene Klassenräume aufgeteilt. Die Schüler mussten sich vorab für drei Berufe entscheiden. „So sind die Gruppen nicht zu groß“, sagte Wiedau. Besonders begehrt seien die Banken, Industrie und die Bundespolizei.
Seit fünf Jahren nutzt Raimond Radke von der Bundespolizei aus Hannover, die Gelegenheit, die Schüler der BBS I über seinen Beruf aufzuklären. Dabei verschlagen besonders die Einstellungsvoraussetzungen dem einen oder anderen die Sprache. „Tätowierungen, die man ohne Weiteres sehen kann, sind nicht gut.“ Genauso wenig vorteilhaft sei eine Vorstrafe, sagte Radke augenzwinkernd. Doch auch die physischen Voraussetzungen – wie die Mindestgröße und sportliche Leistungsfähigkeit – seien nicht zu unterschätzen. „Ziel des Nachmittags war es, bewusst Vorurteile anzubauen“, so Wiedau abschließend.
