Delmenhorst/Ganderkesee - Milde Temperaturen und gute Konjunktur-Prognosen sorgen auf dem Arbeitsmarkt in Delmenhorst und der Gemeinde Ganderkesee für Optimismus. „Die Signale für einen Frühjahrs-Aufschwung sind da“, sagte Karin Kayser, Chefin der Agentur für Arbeit Delmenhorst, am Donnerstag bei der Präsentation des Arbeitsmarkberichts für den Monat Februar.

Kayser blickte auf einen „eigentlich unspektakulären Monat“ zurück. Im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Delmenhorst – also in der Stadt und in der Gemeinde Ganderkesee – waren genau wie im Januar 5239 Personen arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 8,4 Prozent entspricht. Im Februar 2013 waren es noch 5077 (9,3 Prozent). Insgesamt haben sich im Februar 1011 Personen arbeitslos gemeldet, 46 weniger als im Vorjahr. 1013 Menschen meldeten sich aus ihrer Arbeitslosigkeit ab, ebenfalls 46 weniger als 2013. „Der saisonale Faktor spielt eine geringere Rolle als üblich“, sagt Kayser, die hofft, dass die milde Witterung anhält. „Dann wird sich die Lage entspannen.“

Dazu beitragen wird laut Kayser auch, dass ein Teil der neu arbeitslos Gemeldeten junge Menschen seien, die ihre Ausbildung gerade beendet haben. „Diese Fachkräfte haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen.“

In Delmenhorst hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Januar um zwei auf 4388 erhöht (Februar 2013: 4294). Die Arbeitslosenquote blieb in allen Fällen konstant bei 11,1 Prozent.

Weniger optimistisch als Kayser zeigte sich Hero Mennebäck, Geschäftsführer des Delmenhorster Jobcenters. Der Bestand der Arbeitslosen nach dem Rechtskreis SGB II erhöhte sich im Vergleich zum Januar um acht auf 3386 (Februar 2013: 3283). „Eine Tendenz ist sehr schwer abzusehen“, sagte Mennebäck. Trotzdem hoffe er auf eine Entspannung.

Für die könnte das Frühjahr sorgen. Die ersten Vorboten unterstrich Kayser: „Die Arbeitgeber stellen vermehrt ein.“ Im Februar waren 353 offene Stellen gemeldet, 132 davon neu. Im Januar gab es 345 Stellen, es kamen aber nur 79 neue hinzu. Im Vergleich zum Vorjahr gab es aber immer noch 48 Stellen weniger (147 neue). Auffällige Entwicklungen in bestimmten Branchen gebe es laut Kayser nicht. Gesucht werde in allen Bereichen, vor allem Fachkräfte.