WILHELMSHAVEN - 17 Kinder aus der gesamten Region dürfen sich ab sofort „Junior Ranger“ nennen: Sie haben eine Woche lang beim ersten Junior Ranger Camp auf dem Gelände des Kanu- und Segelsportvereins Wilhelmshaven bei verschiedenen Aktionen ihr Wissen über die Natur der Nordseeküste erweitert.

Die Mädchen und Jungen zwischen acht und 13 Jahren lernten eine Menge über Naturerfassung, Landschaftspflege und Umweltinformation – eben alles, was ein richtiger Ranger kennen muss. Die Ausbildung knüpft an das Natur-Erlebnis-Abzeichen Ostfriesland an. Kinder, die dieses Abzeichen schon in der Tasche haben oder besonders naturinteressiert sind, hatten so die Möglichkeit, ihr Wissen über die Natur zu erweitern.

Gleich am ersten Tag war ein echter Ranger zu Gast im Camp: Frank Rabenstein, im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer für die Insel Juist zuständig, berichtete den Kindern aus seinem Arbeitsalltag und ließ sich vom Nachwuchs mit Fragen löchern. Ausgerüstet mit Fernglas, Spektiv, Lupe und Bestimmungsbuch ging es anschließend an den Strand, wo bei Ebbe viele Vogelarten im Watt zu beobachten waren.

Von allen Aktionen fand Jann Malte den Einsatz im Nationalparkzentrum Wattenmeerhaus am spannendsten: „Ich fand es toll, dass wir eigene Ausstellungsstücke basteln konnten“, sagt er. Bei ihrem Besuch des Informationszentrums hatten die angehenden Junior Ranger nämlich die Aufgabe, die Ausstellung kritisch unter die Lupe zu nehmen und eigene Ideen in Modelle umzusetzen.

Nach so viel Watt standen am Mittwoch Wald und Bäume im Mittelpunkt. Unter Leitung von Wilhelm Kaufmann (NABU) lernten die Kinder das Naturschutzgebiet Bordumer Busch kennen. Unter dem Motto „Wir retten die Kastanien“ gab es am Donnerstag einen praktischen Arbeitseinsatz: 22 Säcke Kastanienlaub fegten die Kinder auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz zusammen, um die Bäume vor der Miniermotte zu schützen.

Das Ende der Woche stand dann ganz im Zeichen der Öffentlichkeitsarbeit. Hier lernten die Jungs und Mädels, wie man mit Medien die Öffentlichkeit auf die Notwendigkeit des Naturschutzes und die eigenen Aktivitäten aufmerksam machen kann. Bei der abschließenden Pressekonferenz mit echten Journalisten konnten sie zeigen, was sie gelernt hatten.

„Das Camp war ein voller Erfolg. Wir hatten hier 17 super motivierte und interessierte Kids, die Zukunft und Nachwuchs für den Naturschutz in unserer Region sind“, sagt Conny Perschmann von „grün & bunt Naturerleben“, die zusammen mit Tylke Pastuschka (Natur-Erlebnisabzeichen Ostfriesland) und der Nationalparkverwaltung das Junior Ranger Camp organisiert hat.

Unterstützt wurde das Projekt u. a. von der Stiftung Naturschutz Ostfriesland, der Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven und der Volksbank Wilhelmshaven.

Mehr Infos unter

www.gruen-u-bunt.de