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NWZonline.de Ausflugsplaner

Hörstuhl-Route: Reinhören, umschauen und genießen

26.05.2020

Butjadingen Die Wesermarsch mit ihrer ländlichen Weite, mit ihrer idyllischen Nähe zum Wasser durch den Jadebusen und die Nordsee, die Weser, Jade und Hunte sowie ihrer abwechslungsreichen Kulturlandschaft ist ein attraktives Ziel für Tages- oder Wochenendtouren; sie ist übrigens auch als ADFC-RadReiseRegion ausgezeichnet. Wattenmeer, Marsch und Moor sind die Standorte, auf der sich die vier Butjenter Hörstühle befinden, die eindrucksvoll die regionale Geschichte der „Nordseehalbinsel“ erzählen.

Die ersten Hörstühle „Plattfisch“ (Hafengebiet Fedderwardersiel) und „Lustereck“ (Strandgebiet Eckwarderhörne) sind bereits 2008 nach einer Idee von Bärbel Deharde und Ute Extra unter der Projektleitung von Gerhard Bruns und Mitwirkung von interessierten Bürgern entstanden. 2010 folgte „Der Eimer“, fast unscheinbar vor den Toren Stollhamms am schmalen Georg-Coldewey-Pad nahe der einstigen Heete, einem alten Mündungsarm der Weser. Das Quartett der Vertellstöhl war 2014 mit der Klanginstallation „Von Angesicht zu Angesicht“ im Garten Eden in Waddens komplett.

Die vier Kunstwerke, überwiegend aus Stahl und Holz, laden ein zum „Sitzen - Sehen - Hören - Verstehen“. Unter diesem Motto erzählen Stephanie Baak, Anne Eversbuch, Horst Mendroch, Sylva Springer, Murat Yeginer, Petra-Janina Schultz, Erik Rossbander und Butjadinger Bürger interessante Zusammenhänge von Wasser- und Hafenwirtschaft, Sturmfluten und Deichbau. Das Vergangene und das Sichtbare wird mit Fantasie anregenden Texten, Liedern, Gedichten, Interviews und mit Musik erlebbar. Ein Knopfdruck genügt und schon kann der Besucher in die historischen und aktuellen Hintergründe dieser Landschaft und ihrer Menschen eintauchen. Auch nachdenkliche Töne zur Weservertiefung, dem Massenkonsum durch internationalen Warenumschlag, der Trinkwasserversorgung und dem Anstieg des Meeresspiegels klingen durch, hinterlassen aber statt Trübsal vielmehr die Besinnung auf den eigenen Umgang mit der Natur und die Anregung, sein Verhalten in puncto Klimafreundlichkeit zu überprüfen.

Die Hörstuhl-Route ist daher aktuell wie zuvor, kann per Auto oder Rad erkundet werden. Es lohnt, sich Zeit und Muße mitzubringen – die Hörstücke sind lang, aber lohnen sich – und die nähere Umgebung bietet zudem viel Kurzweil: vom Wattenmeer über Strandspaziergänge, kulinarischen Höhepunkten mit frischem Fisch oder kulturellen Stippvisiten vor Ort.


Mehr Infos: oder   www.nordseejadeweser.de  oder   www.butjadingen.de 
Swantje Sagcob Redakteurin / Sonderthemen Redaktion
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