DELMENHORST - Wer in den vergangenen Tagen am Haus Coburg vorbeigelaufen ist, wird ihn vielleicht schon bemerkt haben: diesen einen Satz. Schwarz auf weiß steht er dort – handgeschrieben. Und während man an der Ampel wartet oder mit dem Rad vorbei fährt, fragt man sich, was er zu bedeuten hat.
Für die Leiterin der Städtischen Galerie, Dr. Annett Reckert, ist die Wand, an der der Satz nun steht, „eine Schnittstelle zur Stadt“. Hier sollen ausschließlich Textkunstwerke hängen – und im Vorübergehen zum Nachdenken anregen.
Das aktuelle Werk stammt von Fritz Schwegler. Der 1935 geborene Künstler hat seine ganz eigene Art, Kunst umzusetzen. Laut Reckert ist der Satz „Am liebsten ist mir ein weites Stück, das noch weit weg ist.“ ein schönes Beispiel für Schwegers Wortkunst.
„Seine Texte sind immer sehr rätselhaft“, so die Galerieleiterin. Und so kann der Delmenhorster in den nächsten Wochen im Vorbeigehen eben rätseln.
