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NWZonline.de Nachrichten Kultur Ausstellungen & Kunst

Kunst: Feine Porzellanfäden im alten Güterschuppen

27.01.2015

Oldenburg In ihrer 50. Ausstellung zeigt die Galerie Art Forum in Oldenburg neue Bilder von Hans Dieter Bunjes. Die Galerie hat in den zwölf Jahren ihres Bestehens eine wichtige Doppelrolle gespielt, einerseits Werke einiger namhafter Künstler wie Paul Wunderlich, Rudolf Hausner oder Malte Sartorius vorzustellen, andererseits Oldenburger Künstlern die Möglichkeit einzuräumen, ihre neuesten Produktionen zu zeigen. So wurde die Galerie zu einem stets gut besuchten Forum.

Hans Dieter Bunjes’ Bilder leben von einer leichten hellen zugleich vielfältig sensiblen Farbigkeit, in der die Flächen und Formen weiche Konturen erhalten. So wird eine Vielschichtigkeit entwickelt, in der Gegenstände, Pflanzen und landschaftliche Elemente unterschiedliche Räume andeuten, die das ganze Bild füllen oder als Bild im Bildmotiv zahlreiche Tiefen neben- und hintereinander aufbauen können.

Zur Erinnerung an den vor mehr als 20 Jahren verstorbenen jungen Maler Olaf Marxfeld (1959–1992) und in Parallele zur Ausstellung seiner Mutter Christa Marxfeld- Paluszak im Elisabeth-Anna-Palais (bis 6. März) und in der Sezession Nordwest in Wilhelmshaven (bis 3. Februar) zeigt das Oberlandesgericht eine Auswahl seiner Kopfstudien.

Olaf Marxfeld fühlte sich als Künstler der „Jungen Wilden“ ein wenig verloren in Wilhelmshaven. Seine Bilder haben weniger mit anderen Menschen zu tun als mit der eigenen Art, heftig und aggressiv zu arbeiten. Vorzugsweise in dunklen Farben werden Hintergrund und Kopfumrisse gemalt. Zuweilen wird die Augenpartie hervorgehoben, was selbst beim Betrachter Schrecken hervorrufen kann. Dann aber füllen heftige Pinselstriche die Kopfform auf, so dass deutlich wird, dass der Künstler vor allem an einer abstrakten Farbkomposition interessiert war. Die auf diese Weise entstandenen Kontraste standen für seine Auseinandersetzung mit Zeit und Gesellschaft.

Wie gehen heute Künstlerinnen und Künstler mit dem einst weißes Gold genannten Material Porzellan um? Im Güterschuppen in Westerstede zeigt eine Ausstellung vier Versionen von Künstlerinnen und einem Künstler aus der Region: Karin Bablok bemalt ihre strengen gradlinigen Gefäße mit schwarzen informellen Spuren. Martina Thies sucht neue Formen keramischer Objekte. Martin McWilliam, der mit schmalen Vasenformen bekannt wurde, ist zum Drehen von Porzellan zurückgekehrt, formt aber auch mit der Hand kleine Porzellan-Reliefs. Ute Dingel spannt ein feines Netzwerk aus Porzellanfäden, aus denen sie auch Szenen mit kleinen Figuren vor farbigen Hintergründen fertigt. Die gut gegliederte Ausstellung zeigt ein breites Panorama.

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