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NWZonline.de Nachrichten Kultur Ausstellungen & Kunst

Fotos zeigen griechisches Leben

14.03.2012

DELMENHORST Arbeitsmigranten aus Nordostgriechenland stellten in den 60-er und 70-er Jahren einen beträchtlichen Anteil an der Belegschaft der Nordwolle. Viele wurden angelernt, andere hatten bereits Erfahrung in der Textilindustrie. Vor allem in den Orten Drama, Ptalomaida und Dravisko akquirierte das Delmenhorster Unternehmen äußerst erfolgreich Arbeitskräfte. Viele sind nach dem Ende der griechischen Diktatur 1974 zurück in ihre Heimat gegangen, andere blieben. Noch einen einzigen griechischen Lehrer gibt es heute in Delmenhorst.

An diese Zeit erinnern will der griechisch-deutsche Kulturverein „Dialogos“ Delmenhorst mit seiner zweisprachigen Ausstellung „Wir hatten das Zeug zum Auswandern“, die am Freitag, 16. März, um 18 Uhr im VHS-Lichthof eröffnet wird. Die Bilder stammen aus den privaten Fotoalben von 15 Familien aus Delmenhorst und dem Umland, berichtet „Dialogos“-Geschäftsführer Helmuth Riewe. Ausgangspunkt für die Präsentation ist die 2008 gemeinsam von VHS und Delmenhorster Museen herausgegebene Publikation „Wir hatten das Zeug zum Auswandern“, herausgegeben von dem 2011 verstorbenen Dr. Grigorios Pangiotidis. Vor allem das starke Interesse in Griechenland selbst hat die Projektgruppe des Vereins dazu bewogen, nun zusätzlich eine Foto-Zusammenstellung über griechisches Leben in Delmenhorst öffentlich zu machen, ein Projekt, das Pangiotidis bereits vorbereitet hatte.

Dank der finanziellen Unterstützung durch die EWE-Stiftung sowie die Raiffeisen-Volksbank Delmenhorst-Schierbrok konnte der Verein zur Fotoschau einen begleitenden, 188 Seiten starken Katalog in deutscher und in griechischer Sprache herausbringen, der zur Ausstellungseröffnung vorliegen wird. Gezeigt wird die Ausstellung bis zum 15. Mai. Danach wird sie nach Griechenland verfrachtet und in Drama, Ptalomaida und Dravisko gezeigt, vielleicht auch in Thessaloniki, wie Riewe andeutet.

Am Nachmittag vor der Ausstellung findet im Industriemuseum ab 14 Uhr ein Kolloquium „Wanderung zwischen Heimat und Fremde – Griechische ,Gastarbeiter‘ in Delmenhorst“ statt, zu dem jedermann herzlich eingeladen ist (Eintritt frei). In Kurzvorträgen beleuchten Dr. Christian Glaß, Vorsitzender der Delmenhorster Universitätsgesellschaft, Trifon Kechagias, Vorsitzender des Kulturvereins, Helmuth Riewe, Theo Lampe, ehemaliger Sozialbetreuer der griechischen Wolle-Mitarbeiter, und Museumsleiter Hans-Hermann Precht das Thema von unterschiedlichen Seiten. Als Quelle dienten den Referenten 200 Personalakten ehemaliger griechischer Nordwolle-Mitarbeiter.

Zur Eröffnung der Ausstellung wird die pädagogische Leiterin der VHS Dr. Annegret Helmers einige einführende Worte sagen. Danach spricht der „Dialogos“-Vorsitzende. Es folgt ein Vortrag des Hamburger Sozialwissenschaftlers Prof. Vassilios Tsianos. Helmuth Riewe stellt schließlich den Katalog zur Ausstellung vor. Nach der offiziellen Eröffnung gibt es einen griechischen Imbiss, vorbereitet von „Dialogos“-Vereinsmitgliedern.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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