Wilhelmshaven - In der Galerie des Vereins „Sezession Nordwest“ waren am Donnerstag kaum noch Stehplätze frei. Zahlreiche Kunstfreunde hatten sich an der Virchowstraße versammelt zur Vernissage der Sonderausstellung „10 Jahre Sezession Nordwest“ – es ist die 143. Ausstellung.
Aus ganz Deutschland waren Sezessions-Mitglieder gekommen. Einer der Künstler, Bowe Rodbergen, war sogar aus den Niederlanden angereist. Alle Zeichen stehen also auf Harmonie bei der Sezession. Das sei erstaunlich, sagte Peter Geithe, der den Verein zusammen mit weiteren Mitstreitern leitet. „Künstler sind Mimosen und zicken häufig herum. Ein Wunder, dass unsere Arbeit schon so lange funktioniert.“ Dabei fahre die Sezession trotz des harmonischen Gesamtbilds keinen Kuschelkurs, sondern habe auch häufiger diskutiert.
Den Pluralismus und einige Diskussionen sieht man auch der bunt gemischten Jubiläumsausstellung an. Sie gliedert sich in zwei Teile: Werke internationaler Künstler etwa aus Russland, Kroatien oder Dänemark. Unter ihnen ist etwa Anna Pennati aus Mailand. „Das war unsere bisher erfolgreichste Ausstellung“, so Geithe: Die italienische Ausgabe der Finanzzeitschrift „Capital“ hatte die Malerin als Wertanlage empfohlen – „und das drang offensichtlich sogar bis hierher“.
Im hinteren Raum sind Werke bundesweiter Sezessions-Mitglieder zu sehen. 25 von ihnen haben sich zum Vereinsgeburtstag selbst beschenkt: Jeder sponserte 25 Werke, so dass alle Teilnehmenden sich eine Werkschau zusammenstellen konnten.
