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NWZonline.de Nachrichten Kultur Ausstellungen & Kunst

Swinging Sixties

30.09.2013

Die kulturell aufregendste, einflussreichste Dekade des 20. Jahrhunderts waren die 60er Jahre, und die Hauptstadt dieser „Swinging Sixties“ war London. In der britischen Metropole entstanden Trends, die noch heute Bestand haben: Pop Art in Mode und Musik, im Film und in der bildenden Kunst. Besonders drei Phänomene prägten den neuen Stil: mehr Jugendliche, wachsender Wohlstand und massenmediale Kommunikation. Die reich illustrierte Dokumentation des Kunsthistorikers Rainer Metzger zeichnet die kreative Eruption nach, die um die ganze Welt ging. (Rainer Metzger: „Swinging London. Kunst & Kultur in der Weltstadt der 60er Jahre“, dtv 34714, € 29,90)

Den Soundtrack der 60er Jahre lieferten aus englischer Perspektive vor allem die Beatles, aus amerikanischer Bob Dylan und aus kanadischer Leonard Cohen, der als Lyriker und Romancier begann, bevor er mit seinen Songs berühmt wurde. Sein zweiter Roman „Beautiful Losers“ erschien 1966 und wurde mit seinem Mystizismus, der Radikalität im Umgang mit sexuellen Themen und Anspielungen auf Drogenexzesse, zu einem geradezu archetypischen Werk dieser Epoche. Warum die ansonsten gelungene Neuübersetzung den Titel nicht als „Schöne Verlierer“ ins Deutsche bringt, ist aber ein Geheimnis des Verlags. (Leonard Cohen: „Beautiful Losers“, btb 73988, € 9,99)

In Uwe Johnsons gewaltigem Roman „Jahrestage“ wird in 366 Tageseinträgen von 1967 bis 1968 rückblickend das Leben der aus der DDR geflüchteten Gesine Cresspahl und ihrer Familie erzählt. Cresspahl lebt als alleinerziehende Mutter in New York. Sie wünscht sich einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“, wie er im sogenannten Prager Frühling angestrebt wurde. Der Roman endet mit dem Tag der gewaltsamen Niederschlagung der Bewegung durch die Truppen des Warschauer Pakts und liefert ein politisches Panorama der 60er Jahre, indem er Erinnerungen an die mecklenburgische Kleinstadt, in der Cresspahl aufgewachsen ist, mit dem Leben in der Metropole New York verknüpft. (Uwe Johnson: „Jahrestage“, 4 Bände, Suhrkamp, € 39,95)

In die noch recht beschaulichen frühen 60er Jahre der Bundesrepublik entführt Uwe Timms knappe Novelle „Freitisch“. Zwei ehemalige Studenten erinnern sich daran, wie sie damals über Gott und Welt, Arno Schmidt und Heidegger philosophierten und sich dabei in Lebenslügen verstrickten. (Uwe Timm: „Freitisch“, dtv 14152, € 8,90)

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