WILHELMSHAVEN - Kreisverbandsvorsitzender Volker Block und die übrigen Mitstreiter in der Wahlkreisleitung des Kreisverbandes hatten gut vorgearbeitet: Die Wahlkreisdelegierten-Konferenz lief wie am Schnürchen und war in Rekordzeit abgearbeitet. 55 Kandidaten sind nominiert, die ersten vier aus jedem Wahlbereich dürften reelle Chancen auf den Einzug in den Rat haben, wenn die SPD nicht Stimmen verlieren sollte. OB-Kandidat Städtler: „Ein gutes Personaltableau durch alle Schichten.“

Lediglich um die Liste für den Wahlbereich Nord entspann sich eine Diskussion um Platz 6 und 7, für die Andre Bents und Ludwig Jürgens nominiert waren. Der Ortsverein Fedderwardergroden wollte die Plätze zu seinen Gunsten tauschen, die Sengwarder verwahrten sich dagegen, „nach hinten durchgereicht zu werden“, so Ortsvereinsvorsitzender Heinz Ross.

Für den Wahlbereich Süd gelang es, den Streit um den Listenplatz 5 im Vorfeld auszuräumen: Sylvia Burkhart, die Lebensgefährtin des Oberbürgermeister-Kandidaten Thomas Städtler, kandidierte nicht und tat den Partei-Strategen auch den Gefallen, ihren Verzicht nicht weiter zu kommentieren. Jürgen Adam blieb also unangefochten. Der Kreisvorstand hatte Burkhart, wie berichtet, nahegelegt, auf die Kandidatur zu verzichten, weil sie als Ratsmitglied einen Oberbürgermeister Städtler kontrollieren müsste – ein möglicher Interessenkonflikt.

Ohne Diskussion segneten die Delegierten auch das Kommunalwahlprogramm ab. Es behandelt die Bereiche soziale Sicherheit, Bildung, Arbeit und Wirtschaft, Wohnen und Wohnumfeld, Kunst und Kultur, Sport sowie Umwelt und Energie.