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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

Design inspiriert Autobauer heute noch

10.08.2019

Köln Der Audi 100 brachte die Ingolstädter auf Augenhöhe mit Mercedes, die Coupé-Variante nahm dann sogar Marken wie Maserati und Aston Martin ins Visier. Als die schnittige Alternative zur bereits erhältlichen Limousine 1969 auf der Frankfurter IAA debütierte, zählt sie sofort zu den Stars des Jahres.

Das Audi Coupé S war ein sportiver Gran Turismo mit 85 kW/115 PS Leistung und damit genügend Power für die Pole Position als damals schnellstes Frontantriebs-Coupé neben dem Lancia Flavia. Tatsächlich sollte das Modell in die kleine Nische treffen zwischen konventionellen Mittelklasse-Coupés und noblen Zweitürern. Davon kündete zunächst einmal die Preisliste des 100 Coupé S, die bei 14 400 D-Mark begann – und damit ein Viertel über der Limousine lag.

Nur die Frontpartie und Teile der vorderen Türen waren mit der zweitürigen Audi 100 Limousine gleich, ansonsten bestimmten Fastbacklinie und sportivere Proportionen auf verkürzter Bodengruppe den Auftritt des 4,40 Meter langen Coupés. Fünf Zentimeter flacher, 19 Zentimeter kürzer und zwei Zentimeter breiter als die Limousine, damit traf der Zweitürer den Goldenen Schnitt.

Was fehlte war ein Sechszylinder für das neue Flaggschiff. Stattdessen spendierte Audi dem 100-PS-Vierzylinder der Limousine eine von 81,5 auf 84 Millimeter vergrößerte Zylinderbohrung, eine modifizierte Auspuffanlage sowie zwei Register-Fallstromvergaser und schon hatte das Coupé 85 kW/115 PS unter der Haube. Dass der 1,9-Liter-Benziner Dauervollgas-Fahrten bisweilen mit Haarrissen im Block quittierte, wurde erst später diskutiert.

Dabei überraschte das 1100 Kilogramm leichte Audi 100 Coupé mit verblüffender Effizienz, wovon die ersten Test- und Normverbrauchswerte kündeten. Mit 8,9 Litern lag der Normverbrauch um bis zu 30 Prozent unter den Werten der Wettbewerber und die Alltagswerte von 11 bis 14 Liter bestätigten die Genügsamkeit.

Aber was nützte ein knausriger Vierzylinder, wenn die Konkurrenz über Sechszylinder verfügte? Als dann 1971 auch noch die deutlich billigere Audi 100 GL Limousine mit Doppelscheinwerfern und identischem 1,9-Liter-Vierzylinder debütierte, war es beim Coupé um allen Vorsprung durch starke Technik geschehen. Die Verkaufszahlen für das charismatische Design-Juwel dümpelten auf bescheidenem Niveau. Am Ende konnte das Coupé 30 000 Käufer gewinnen; kein Ruhmesblatt im Vergleich zur Limousine, die es auf rund 790 000 Einheiten brachte. Andererseits: Im Vergleich mit anderen elitären Coupés schlug sich der sportlichste Audi 100 nicht schlecht. Und die unvergänglich attraktive Fastback-Linie des Audi 100 Coupé inspirierte noch Jahrzehnte später den Audi A7 Sportsback.

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