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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

„Dann mach ich einen langen Schuh!“

08.02.2019

Seine Eltern waren nicht markentreu, sondern fuhren, was der Onkel Georg Heidrich gerade im Angebot hatte. Fahrzeuge der Hersteller Renault und Fiat transportierten die Familie in den 1960er und den 1970er Jahren. „Eine Fahrt in den Harz war gefühlt eine Weltreise,“ erinnert sich Stamereilers an die Zeit, als das Auto Deutschland mobil machte.

„Gurte oder Kopfstützen spielten damals fast keine Rolle und bei 110 km/h auf der Autobahn dröhnte und klapperte alles; kein Vergleich zum Komfort und zu den Sicherheitsfeatures heutiger Autos,“ zieht der Oldenburger einen Vergleich mit den aktuellen Modellen. Die machen mit ihren umfangreichen Fahr-Assistenzsystemen und ihrer Konnektivität Fahren und Navigieren zum Kinderspiel. „Das sind heute die entscheidenden Faktoren. Und da sind wir mit Opel sehr gut aufgestellt.“

Opel ist die dritte Marke des Oldenburger Autohauses, das vom Georg Heidrich, dem Onkel von Uwe Stamereilers, 1963 in der alten Schmiede Ecke Hauptstraße/Hundsmühler Straße gegründet worden war, zunächst als Reparaturwerkstatt, später auch als Vertreter der Marken Renault und Fiat. Mit Fiat zog Heidrich um, als er 1969 an der Hundsmühler Straße baute. Dort entstand 1974 auch eine neue Ausstellungshalle. Bis dahin hatten die Neuwagen unter freiem Himmel gestanden – damals nichts Außergewöhnliches.

1983 war ein entscheidendes Jahr für das Oldenburger Autohaus: Mit Opel gab es die Möglichkeit, Vertreter einer Deutschen Marke zu werden. Der 1. April wurde zum Stichtag, aus dem Fiat Händler Heidrich wurde der Opelhändler Heidrich. Eine gute Entscheidung, wie der weitere Verlauf zeigt: Der Betrieb wuchs, das Grundstück musste ständig erweitert werden.

Und Uwe Stamereilers? Der hatte sich für eine Ausbildung zum Industrie- und Großhandelskaufmann entschieden. Als er trotz des mehrfach geäußerten Wunsches seines Onkels Georg Heidrich, in dessen Firma zu wechseln, dann noch ein Studium anpeilte, stellte der seinem Neffen ein Ultimatum: „Entweder jetzt, oder gar nicht. Uwe Stamereiles war skeptisch, willigte schließlich aber ein – unter einer Bedingung: „Wenn’s mir nicht gefällt, mach ich einen langen Schuh!,“ kündigte er einen möglichen Ausstieg schon beim Einstieg an. Das war 1987, vor mehr als 30 Jahren.

Die Geschichte zeigt, dass aus dem Ausstieg nichts wurde. Statt hinzuschmeißen lernte Uwe Stamereilers den Job von der Pike auf: Lager, Teileverkauf, Reparaturannahme, Verkauf, lauteten die Stationen, die der Oldenburger durchlief. 1995 übernahm er dann die Geschäftsführung des Autohauses, vier Jahre später wurde er Eigentümer.

Seine Geschichte zeigt auch, dass man kein Autofan sei muss, um mit Autos erfolgreich zu sein. „Das Vertrauen unserer Kunden gründet auf dem fairen Umgang miteinander, beim Verkauf ebenso wie beim Service,“ sagt Stamereilers, der das Autohaus kontinuierlich ausbaute. Als der Flächenbedarf nicht mehr durch Zukauf angepasst werden konnte, blieb nur noch der Neubau auf einem größeren Grundstück in der Nachbarschaft.

2006 wurde das neue Autohaus an der Hundsmühler Straße 149 eröffnet, gebaut nach dem neuesten Standards und modernsten Arbeitsplätzen im Büro und der Werkstatt. 20 Mitarbeiter arbeiten dort heute, drei Meister garantieren die technische Kompetenz. Und die Zukunft nach Übernahme Opels durch die PSA-Gruppe? „Die sehe ich positiv“, sagt Stamereilers. „Mit der europäischen Denke der PSA-Gruppe und ihrem großen Know-how beim Bau emissionsarmer Motoren passt das perfekt zu Opel.“

 Klaus Schmidt

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